Nach Trafobrand

Rostocker Steinkohlekraftwerk nach Havarie wieder am Netz

Seit Wochenbeginn erzeugt das Steinkohlekraftwerk von E.ON, Vattenfall, RWE und E.DIS in Rostock wieder Strom. Der Mitte Oktober in Brand geratene Haupttrafo sei ersetzt worden, teilte eine Unternehmenssprecherin gestern mit. Die Ursache des Feuers ist nach wie vor unklar. Schon im Vorjahr gab es eine schwere Panne.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Rostock (ddp-nrd/sm) - Das Rostocker Steinkohlekraftwerk ist nach der Havarie vom Vormonat wieder am Netz. Seit Wochenbeginn laufe der Energielieferant ohne Einschränkung und mit voller Leistung, sagte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag. Der Mitte Oktober in Brand geratene Haupttrafo sei ersetzt worden. Die Ursache des Feuers ist nach wie vor unklar.

Bereits im Vorjahr war es einmal zu einer folgenschweren Panne im Steinkohlekraftwerk gekommen. Bei laufendem Betrieb brachen Rotorenflügel im Gebläse ab, das die dampfend heißen Rauchgase zum Kühlturm schaufelt. Allein der Sachschaden betrug mehr als zwei Millionen Euro, hinzu kam der Produktionsausfall. Drei Monate konnte mitten im Winter keine Energie geliefert werden. Das Kraftwerk ist erst elf Jahre alt und zählt zu den modernsten in Deutschland.

Die Anteile am Rostocker Kraftwerk werden von vier Eignern gehalten. Die E.ON Kraftwerke besitzen 45,7 Prozent, Vattenfall Europe Generation 25 Prozent, RWE Power hat 24,6 Prozent und die E.DIS AG 4,7 Prozent.

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