Meldepflichtiges Ereignis

Rostige Schweißnähte im Atommeiler Brunsbüttel

In dem seit mehr als einem Jahr stillstehenden Atomkraftwerk Brunsbüttel ist es erneut zu einem meldepflichtigen Ereignis gekommen. Im Maschinenhaus wurden an Messleitungen für das mit Elbwasser gefüllte Nebenkühlwassersystem zwei "Kleinstleckagen" festgestellt, wie Vattenfall am Donnerstag mitteilte.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Brunsbüttel (ddp-nrd/sm) - Laboruntersuchung zufolge waren zwei Schweißnähte gerostet. Nun sollen weitere vergleichbare Einbauten überprüft werden. Beide Vorgänge wurden den Angaben zufolge dem schleswig-holsteinischen Sozialministerium als zuständiger atomrechtlicher Aufsichtsbehörde gemeldet. Sie lägen unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala INES.

Das AKW Brunsbüttel ist ebenso wie der schleswig-holsteinische Meiler Krümmel seit einem Kurzschluss beziehungsweise Trafobrand am 28. Juni 2007 abgeschaltet. Der Stillstand beider Kraftwerke kostet den Betreiber laut Vattenfall-Vorstand Reinhardt Hassa pro Tag zusammen mehr als eine Million Euro wegen des Produktionsausfalls.

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