Statistik

Rohölimporte: Mehr Einfuhren, höhere Kosten

Deutschland hat im Juni dieses Jahres 16,9 Prozent mehr Rohöl importiert als im Juni vergangenen Jahres, der Durchschnittpreis dafür stieg um mehr als 25 Prozent auf 213,11 Euro pro Tonne. Auch auf's erste halbe Jahr gesehen, benötigte Deutschland mehr Rohöl und zahlte dafür auch mehr Geld.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Eschborn (red) - Im Juni 2004 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,2 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 16,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (7,9 Millionen Tonnen).

Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl stieg im Jahresvergleich im Juni auf 213,11 Euro. Er lag damit um 25,1 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (170,35 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Juni somit auf 2,0 Milliarden Euro und lag damit um 622 Millionen Euro höher als im Juni 2003.

Zwischen Januar und Juni 2004 haben sich die Rohöleinfuhren gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent von 52,5 auf 53,9 Millionen Tonnen erhöht. Die deutsche Rohölrechnung für diesen Zeitraum fiel dadurch mit 10,8 Milliarden Euro um 483 Millionen Euro höher aus als ein Jahr zuvor. Im Berichtszeitraum lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl mit 199,55 Euro im Schnitt um 2,1 Prozent höher als im Vorjahr (195,48 Euro).

Die fünf wichtigsten von insgesamt 22 Lieferländern waren 2004 bislang Russische Föderation (18,1 Millionen Tonnen), Norwegen (12,2 Millionen Tonnen), Libyen (6,0 Millionen Tonnen), Großbritannien (5,9 Millionen Tonnen) und Kasachstan (3,6 Millionen Tonnen). 33,5 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen. 18,2 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.

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