Statistik

Rohölimporte im April gegenüber Vorjahr rückläufig

8,4 Millionen Tonnen Rohöl wurden im April 2009 nach Deutschland eingeführt, wie vorläufige Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigen. Das waren 5,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (8,9 Millionen Tonnen).

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Eschborn (red) - Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im April 279,58 Euro und lag damit um 45,4 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (512,04 Euro). Gegenüber März (265,32 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 5,4Prozent gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im April auf 2,3 Milliarden Euro und lag damit um 2,2 Milliarden Euro niedriger als im Vorjahresmonat.

Im Vergleich des 12-Monatszeitraums Mai 2008 bis April 2009 mit der entsprechenden Referenzperiode Mai 2007 bis April 2008

  • sanken die Rohöleinfuhren um 3,9 Prozent von 106,7 auf 102,6 Millionen Tonnen
  • fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 42,0 Milliarden Euro um 5,2 Milliarden Euro niedriger aus
  • lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 409,06 Euro (vorher 442,32 Euro) im Schnitt um 7,5 Prozent niedriger

Die fünf wichtigsten von insgesamt 30 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (34,1 Millionen Tonnen), Norwegen (15,9 Millionen Tonnen), Großbritannien (12,2 Millionen Tonnen), Libyen (9,6 Millionen Tonnen) und Kasachstan (6,8 Millionen Tonnen). 27,3 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 21,5 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreise

    Rohölimport war 2011 so teuer wie noch nie

    Deutschlands Mineralölindustrie hat im vergangenen Jahr für die Einfuhr von Rohöl so viel Geld bezahlt wie noch nie zuvor. Die Tonne importierten Rohöls habe 2011 im Jahresdurchschnitt 583 Euro gekostet, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.

  • Strompreise

    Lieferstopp des Iran würde Deutschland kaum betreffen

    Von der angedrohten Einstellung der iranischen Ölexporte nach Europa wäre Deutschland kaum betroffen. Im vergangenen Jahr bezog die Bundesrepublik nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nur 821.000 Tonnen Rohöl aus dem Iran. Südeuropa hingegen könnte ernsthafte Probleme bekommen.

  • Hochspannungsleitung

    Mineralölabsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen

    Nach Erhebungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stieg der Absatz von Mineralölprodukten in Deutschland von April 2008 bis März 2009 gegenüber der entsprechenden Referenzperiode 2007/2008 um fünf Prozent von 109,6 auf 115,1 Millionen Tonnen.

  • Hochspannungsmasten

    Erdgasimporte auch im März 2009 rückläufig

    Die deutschen Erdgasimporte lagen im Monat März 2009 mit 247.875 Terajoule um 30,2 Prozent unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (354.987 Terajoule), wie das Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aufgrund vorläufiger Berechnungen mitteilt.

  • Stromtarife

    Rohölimporte im März 2009 weiter rückläufig

    Im März 2009 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 8,7 Millionen Tonnen Rohöl nach Deutschland eingeführt. Das waren 11,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (9,8 Millionen Tonnen).

Top