Umorientierung

Röttgen kündigt Klima-Kooperation mit China an

China und Deutschland wollen in Sachen Umwelt- und Klimapolitik in Zukunft enger zusammenarbeiten. Deutschland will dazu beitragen, dass China eine Umorientierung auf grünes Wachstum bewerkstelligen kann. Das würde beiden Seiten helfen, so Umweltminister Röttgen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin(red) – Das Bundesumweltministerium (BMU) meldete am Freitag, dass China und Deutschland in der Umwelt- und Klimapolitik künftig enger zusammenarbeiten wollen. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen sagte zum Ende seiner Reise nach Peking und Nanjing: "China und Deutschland sind dafür prädestiniert, die weltweite Entwicklung hin zu einer Green Economy mit ehrgeizigen Modernisierungsvorhaben voranzutreiben. Deshalb werden wir bei Energieeffizienz und Elektromobilität in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt unserer Kooperation setzen. Wenn Deutschland und China als besonders innovationsstarke Staaten die Umorientierung auf grünes Wachstum gleichzeitig bewerkstelligen, hat dies Vorteile für beide Staaten. Gemeinsames Vorangehen verbessert zudem die Erfolgsaussichten der internationalen Anstrengungen für den Klimaschutz."

Klima-Arbeitsgruppe trifft bald zusammen

Die erste Sitzung einer Klima-Arbeitsgruppe beider Regierungen soll noch vor der nächsten Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (Dezember 2010 in Mexiko) stattfinden. In dieser soll auch für wichtige Fragen der internationalen Klimapolitik eine Annäherung der Positionen eruiert werden. Darüber hinaus soll bei der anstehenden Reform der Vereinten Nationen im Umweltbereich nach gemeinsamen Lösungsansätzen gesucht werden. Auch in den Bereichen Chemikalien-Management, Anlagensicherheit, Abwasser- und Kreislaufwirtschaft wollen beide Regierungen künftig enger zusammenarbeiten. In Nanjing seien an einem Runden Tisch mit deutschen und chinesischen Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten zu Energieeffizienz in Gebäuden und der Industrie erörtert worden, so das BMU.

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