Gefährlich

Robin Wood: Atomtransport mit Risiko-Behältern aus Krümmel für nächste Woche geplant

Am kommenden Dienstag startet aus dem schleswig-holsteinischen Kraftwerk Krümmel ein neuer Castor-Transport. Die Umweltschutzorganisation Robin Wood warnt, weil unsichere Behälter eingesetzt werden.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Bei dem für kommende Woche geplanten Atomtransport aus dem schleswig-holsteinischen Kernkraftwerk Krümmel zur britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield soll nach Informationen der Umweltschutzorganisation Robin Wood erstmals wieder ein Behälter eingesetzt werden, der mehrere Falltests nicht heil überstanden hat. Angesichts der Risiken eines Unfalls in einem Ballungsgebiet fordern die Aktivisten deshalb die Aufsichtsbehörden, die Deutsche Bahn und den Anlagebetreiber HEW auf, den Transport abzusagen. Planmäßig soll der Atomzug in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kommender Woche (19./20. Februar) in Krümmel abfahren.

Recherchen von Robin Wood haben ergeben, dass bei dem Transport erstmals wieder ein Behälter vom Typ NTL 11 zum Einsatz kommen soll. Der NTL 11 war vor vier Jahren aus dem Verkehr gezogen worden, weil mehrere Falltests mit dem Spezialcontainer gescheitert waren. Inzwischen wurde der Behälter überarbeitet und jetzt von den Behörden wieder zugelassen. Diese Zulassung basiert nach Auffassung von Robin Wood aber auf Versuchen mit maßstäblich verkleinerten Modellbehältern und Computer-Berechnungen. Tests an Originalbehältern seien aus Kostengründen nicht durchgeführt worden. "Weil die Versuche mit echten Behältern zu teuer sind, sollen jetzt die Menschen in Hamburg und in anderen Städten an der Strecke quer durch die Republik zu Versuchskaninchen gemacht werden", beurteilt Bettina Dannheim, Strahlenbiologin und Energiereferentin von Robin Wood die Situation.

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