Deutliche Worte

Robert Redford über Bushs Energiepolitik: "Ein entsetzlicher Ignorant"

Der Filmstar fordert die Teilnehmer des Klimagipfels auf, den USA nicht entgegenzukommen - "Energiesparen passt nicht in Bushs Ideologie".

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Anlässlich des Klimagipfels, der in der kommenden Woche in Bonn stattfindet, hat der US-Filmstar Robert Redford den amerikanischen Präsidenten hinsichtlich dessen Energie- und Umweltpolitik als "entsetzlichen Ignoranten" bezeichnet. In der neuen Ausgabe des Hamburger Magazins stern, das bereits am morgigen Dienstag erscheint, sagte Redford, Bush sei "völlig ahnungslos". Er und seine Regierung hätten in Sachen Umweltpolitik immer noch nicht begriffen, dass "wir alle in einem globalen Dorf leben. Ich fürchte, dass man ... noch viele dämliche Antworten auf berechtigte Fragen bekommen wird".

Auf die Kritik der Bush-Administration, die Umweltschützer würden immer nur "nein" sagen, aber nicht aufzeigen, wo die Energie der Zukunft herkommen solle, erwiderte Redford: "Wir sagen es dauernd, aber Energiesparen passt nicht in ihre Ideologie". Er befürchte, dass Bush nicht viel vom Thema Energie verstehe oder überhaupt darüber nachdenke. "Er ist abhängig von seinen Beratern, und die stammen aus der Industrie und dem Militär. Das ist traurig, denn wir könnten viel von anderen Ländern lernen." In den USA regierten Leute, für die die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stehengeblieben sei. "Die sind blind und taub für die Veränderungen der letzten 40 Jahre."

Der Schauspieler forderte alle Teilnehmer des Klimagipfels auf, hart zu bleiben und den Amerikanern keinesfalls entgegenzukommen. "Die USA sind der größte Verschmutzer, benehmen sich aber so, als seien sie allein auf der Welt."

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