Ungewöhnlich

Riva Energie: Die Karten im Strommarkt werden neu verteilt

Neuer Stromanbieter auf dem deutschen Markt: Riva.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Mit dem neuen Stromanbieter Riva Energie GmbH (Essen) kommt jetzt neue Bewegung in den liberalisierten deutschen Strommarkt. Das junge Unternehmen, mit dem bezeichnenden Slogan "Riva - Der schnelle Strom" konzentriert sich vollends auf die Privatkunden und strebt eine führende Stellung an. "Wir gewinnen den Kunden über den Preis, wir behalten ihn über den Service", fasst Geschäftsführer Carsten Knauer die Firmenphilosophie zusammen.

Dabei stützt sich Riva auf den indirekten Vertrieb über klassische Handelskanäle wie ausgesuchte Facheinzelhändler, über den direkten Vertrieb über Telefon und Internet und auf Marketingkooperationen. Schon im Vorfeld war Riva im Ruhrgebiet aufgefallen: Das Unternehmen schloss einen Teil seiner Verträge an der Haustür und in Fußgängerzonen ab. Was in Deutschland mancherorts als unseriös gilt, ist in Amerika Gang und Gebe. Und Amerika heißt in diesem Fall auch das Schlüsselwort. Denn Riva Energie ist ein Beteiligungsunternehmen des amerikanischen Energieriesen "Sempra Energy". Deren Kunden- und Dienstleistungsorientierung wurde übernommen - und davon können jetzt auch die deutschen Stromkunden profitieren. Denn was auf den ersten Blick unseriös wirkt, ist doppelt sicher: Alle an der Haustür oder in der Fußgängerzone abgeschlossenen Verträge, werden telefonisch noch einmal bestätigt - damit auch alles mit rechten Dingen zu geht.

Sempra hat 12 000 Mitarbeiter und verfügt mit knapp neun Millionen Zählern über die größte Kundenbasis in den USA. Von diesem Know-how profitiert auch Riva.

Den bundesweiten Auftritt hatten Riva-Chef Knauer und seine Vorstandskollegen Todd Esse und Michael Möbus gut vorbereitet: Seit Ende Dezember haben die derzeit 85 Mitarbeiter 9000 Kunden im Ruhrgebiet akquiriert - einige von ihnen bekommen seit März schon den schnellen Strom. Im April "schwärmen" die Mitarbeiter in alle Teile Deutschlands aus, um das Angebot publik zu machen: Die vier Tarife sind auf den individuellen Bedarf zugeschnitten. Beim Single-Tarif kostet die Kilowattstunde 17 Pfennig, die monatliche Gebühr beträgt 24 Mark. Wer mehr als 2500 Kilowattstunden jährlich verbraucht, wird in den Family-Tarif eingestuft, hier kostet die Kilowattstunde 24 Pfennig und die monatliche Gebühr 9 Mark. Zudem gibt es noch den Komfort-Tarif (29,9 Pf/kWh ohne weitere Gebühren) und den Professional-Tarif, bei dem ab einem Verbrauch von 6000 Kilowattstunden ein Preis von 23 Pf/kWh und eine monatliche Gebühr von 12 Mark gilt.

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