Überprüfung

Risse in bulgarischem Atomkraftwerk (Upd.)

Bei Wartungsarbeiten an einem bulgarischen Atomkraftwerk haben Experten Risse im Röhrensystem der Anlage festgestellt. Zwar sei kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden, wie die bulgarische Atomaufsichtsbehörde am Dienstag mitteilte. Doch nun werden Einschränkungen für die Stromversorgung befürchtet.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Sofia (afp/red) - Einer der beiden 1000-Megawatt-Reaktoren des Kraftwerks in Koslodui war Mitte September wegen der Wartungsarbeiten heruntergefahren worden. Den Angaben zufolge leitete die Behörde nun eine erneute Überprüfung des Röhrensystems des Reaktors ein.

Das bulgarische Ministerium für Wirtschaft und Energie teilte mit, dass bei der Wartung ein "Problem" festgestellt worden sei, durch das sich die Inbetriebnahme des Reaktors "ernsthaft" verschieben werde. Eigentlich hätte das AKW am Montag wieder voll hochgefahren werden sollen. Einzelheiten zu dem Problem gab das Ministerium nicht bekannt.

Der Leiter der für das nationale Stromnetz verantwortlichen Behörde, Iwan Jotow, befürchtete, dass sich die Verzögerungen auf die Stromversorgung auswirken könnten. Wirtschafts- und Energieminister Traitscho Traikow äußerte zudem die Vermutung, dass Bulgarien seine Stromexporte vorübergehend um bis zu zwei Drittel reduzieren müsse. Das Land liefert täglich etwa tausend Megawatt in seine Nachbarländer Griechenland, Serbien und Mazedonien.

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