Wettermarktstudie

RisikoManagement mit WetterDerivaten boomt weltweit

Einer Studie des Weltverbands WetterRisikoManagement zufolge, hat die Anzahl abgeschlossener Geschäfte vom 1. April 2001 bis zum 31. März 2002 gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent zugenommen. Es wurden fast 4000 WetterDerivate mit einem Gesamtwert von 4,3 Milliarden Dollar abgeschlossen, was einen Anstieg im Wert von 72 Prozent entspricht.

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Der Weltverband WetterRisikoMangement (WRMA) hat heute auf dem Jahrestreffen des Verbandes in Miami die Ergebnisse seiner weltweiten Wettermarktstudie veröffentlicht. Es handelt sich hierbei bereits um die zweite Studie, die zusammen mit PricewaterhouseCoopers erstellt wurde.

Die Studie analysiert die Aktivitäten der WetterRisikoManagement-Industrie in den zwölf Monaten vom 1. April 2001 bis zum 31. März 2002. Danach hat während dieses Zeitraumes die Anzahl abgeschlossener Geschäft gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent zugenommen. Es wurden fast 4000 WetterDerivate mit einem Gesamtwert von 4,3 Milliarden Dollar abgeschlossen, was einen Anstieg im Wert von 72 Prozent entspricht. "Das Wachstum des Marktes im vergangenen Jahr war enorm", bilanziert auch Hans Esser, dessen Beratungsunternehmen FinanzTrainer.com sich auf die Absicherung von WetterRisiken in Deutschland spezialisiert hat. Der Nordamerikanische Markt bleibt der aktivste Teil dieser Industrie. Für den europäischen Markt ergab die Studie fast 600 neu abgeschlossene WetterDerivate, was einen Anstieg von 345 Prozent bedeutet und im Kontraktgegenwert sogar eine Verzehnfachung darstellt.

"Die Ergebnisse dieser Studie zeigen klar, dass dieser Markt ein gesundes Wachstum hat", so Esser weiter. "Wir sehen auch in Deutschland ein wachsendes Interesse an dieser innovativen Form des Risikomanagementes. Zahlreiche Endkunden haben den Wert dieser Versicherung gegen schlechtes Wetter auch hier erkannt. Dies ist eine sehr gute Entwicklung, aber das Informationsdefizit ist noch groß."

Ebenfalls positiv sei die weitere Diversifikation der Art der abgeschlossenen WetterDerivate. Während noch immer 82 Prozent der abgeschlossenen Geschäfte temperaturbezogen sind, d.h. z.B. gegen einen zu kalten oder warmen Winter oder zu kühlen oder heissen Sommer absichern, wächst der Anteil der Geschäfte mit Absicherungen gegen Regen, Schnee und Wind erheblich. Im Vorjahr hatten die Temperaturkontrakte noch 92 Prozent Anteil am Gesamtmarkt.

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