rhenag wird auf Grund der RWE/VEW- beziehungsweise der E.ON-Fusion gespalten

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Vor dem Hintergrund der Fusionen RWE/VEW respektive der E.ON-Fusion wird die seit 1872 bestehende Rheinische Energie Aktiengesellschaft (rhenag) in zwei Unternehmen gespalten. An der rhenag sind die RWE mit 54,1 Prozent und die zum E.ON-Konzern gehörende Thüga mit 41,3 prozent beteiligt sind. Auf Grund der beiden Fusionen hatten die Kartellbehörden in Brüssel und Bonn eine Entflechtung der gemeinsamen Beteiligung an der rhenag verlangt, woraufhin sich RWE und E.ON für eine Realteilung des Unternehmens entschieden hatten.



Im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung, die gestern in Köln stattfand, hatte der rhenag-Vorstand den Aktionären das Konzept zur Realteilung des Unternehmens vorgelegt. Nunmehr wird die rhenag AG in zwei neue Gesellschaften - einerseits die namensgleiche Rheinische Energie AG (rhenag), andererseits die Thüga Beteiligungen AG - gespalten. Dabei werden die bisherigen Aktionäre der bisherigen rhenag AG an jeder der beiden Gesellschaften im gleichen Verhältnis beteiligt sein, wie sie es vorher bei der "alten" rhenag AG waren.



Das Vermögen der bisherigen rhenag AG wird auf die beiden neuen Gesellschaften aufgeteilt. Die Hauptaktionäre RWE und Thüga tauschen nach dem 1. Januar 2002 ihre Aktienanteile in der Weise, dass neben den freien Aktionären an der "neuen" rhenag AG nur noch die RWE Gas AG beziehungsweise an der Thüga Beteiligungen AG nur noch die Thüga AG beteiligt sind. Das rhenag-Eigengeschäft mit Sitz in Siegburg, die Beteiligungen in Nordrhein-Westfalen sowie der größere Teil der Kölner Hauptverwaltung werden dem RWE zugeordnet.



Auf die Thüga Beteiligungen AG gehen die Beteiligungen an den Unternehmen in Hessen, Sachsen und Rheinland-Pfalz sowie eine kleinere Mitarbeiterzahl des Standorts Köln über. Für die Mitarbeiter gelten auch nach Aufspaltung die Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen in den beiden neuen Gesellschaften unverändert fort. Die in der alten rhenag AG erworbenen Dienstzeiten und Ansprüche werden voll angerechnet. Für die jeweiligen Standorte in Köln sowie in Siegburg geben die Großaktionäre eine 5-jährige Beschäftigungs- und Standortgarantie.



"Das gewählte Verfahren ist das für alle Beteiligten am wenigsten schmerzhafte", so das Fazit der rhenag-Vorstände Volker Bernstorff und Dr. Rolf Martin Schmitz. In Personalunion wird Bernstorff als Vorstand der neuen rhenag AG auch ein Vorstandsmandat beim zukünftigen Großaktionär RWE Gas AG in Dortmund wahrnehmen, derweil Dr. Schmitz als Vorstand der Thüga Beteiligungen AG ein Vorstandsmandat beim zukünftigen Großaktionär Thüga AG, München, vertritt.



Die Notierung der alten rhenag AG -Aktien an den Wertpapierbörsen wird mit Wirksamwerden der Aufspaltung eingestellt. Eine Börsennotierung der beiden neuen Gesellschaften ist nicht vorgesehen.

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