Wohnungsbau

Rheinland-Pfalz: Zwei Drittel der Bauherren heizen mit Erdgas

Bauherren von Neubauten greifen immer weniger auf Ölheizungen zurück: Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz heute mitteilte, entschieden sich bei zwei Dritteln der im vergangenen Jahr genehmigten 11.800 Wohngebäude die Bauherren für Erdgas als Brennstoff. Fast jeder zehnte Hauseigentümer setzt auf erneuerbare Energieträger.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Bad Ems (ddp-rps). Neue Wohnhäuser in Rheinland-Pfalz werden am häufigsten mit Erdgas geheizt. Bei zwei Dritteln der im vergangenen Jahr im Land genehmigten 11.800 Wohngebäude entschieden sich die Bauherren für Erdgas als Brennstoff, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Bad Ems mit. Ölheizungen - vor zehn Jahren noch der Spitzenreiter unter den Heizungsarten - wurden dagegen nur noch in 20 Prozent der neuen Wohngebäude eingebaut.

Fast jeder zehnte Eigentümer eines Neubaus nutzt inzwischen erneuerbare Energieträger wie eine Wärmepumpe und Solarenergie. Fernwärme und Strom hatten mit 2 beziehungsweise 1,4 Prozent einen geringen Anteil, auf Heizöfen für Koks und Kohle setzten nur sehr wenige Bauherren in Rheinland-Pfalz.

Gas ist seit Jahren Favorit bei Neubauten, zudem werden immer mehr Wohnungen umgerüstet. Laut der jüngsten Bestandserhebung aus dem Jahr 2002 wurden mehr als 50 Prozent aller rund 1,68 Millionen bewohnten Wohnungen in Rheinland-Pfalz mit Gas und knapp 40 Prozent mit Öl beheizt. Vor zehn Jahren hatten die Ölheizungen mit einem Anteil von 57 Prozent noch deutlich vor den Gasheizungen mit 39 Prozent gelegen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energietarife

    Heizkosten-Vergleich: Wie hoch ist der Verbrauch bei anderen?

    Wie hoch die Heizkosten sind, hängt davon ab, wie teuer Öl, Gas etc. sind. Ganz wesentlich ist aber auch, wie hoch der Verbrauch ist. Mit dem neuen Heizspiegel kann der eigene Verbrauch mit dem anderer Haushalte verglichen werden.

  • Industriebetrieb

    Deutlich geringerer Energieverbrauch bis 2040

    Der Energieverbrauch in Deutschland wird bis 2040 um rund ein Drittel sinken, schätzt der Energiekonzern ExxonMobil. Vor allem beim Kraftstoff und bei der Heizenergie werde der Verbrauch durch mehr Effizienz zurückgehen.

  • Hochspannungsleitung

    Stadtwerke Frankfurt (Oder): Erdgasbonus bis Dezember

    Kunden der Stadtwerke Frankfurt (Oder), die ihr Heizsystem auf Erdgas umstellen wollen, sollten sich mit der Entscheidung nicht mehr allzu viel Zeit lassen. Noch bis Ende Dezember fördert der regionale Energieversorger den Umstieg mit bis zu 400 Euro. Heizungen in Neubauten fallen nicht unter das Programm.

  • Hochspannungsleitung

    Baden-Württemberg: Primärenergieverbrauch auf Vorjahresniveau

    Das Statistische Landesamt in Baden-Württemberg hat jetzt die Energiebilanz für 2002 vorgelegt: Wichtigster Energieträger war das Mineralöl (39 Prozent). An zweiter Stelle steht die Kernenergie mit 26 Prozent, gefolgt von Erdgas (17 Prozent) und Kohle (13 Prozent). Erneuerbare Energien folgen mit drei Prozent.

  • Hochspannungsleitung

    Wirtschaftsmagazin: RAG-Chef Müller rechnet mit höheren Strompreisen

    Der ehemalige Wirtschaftsminister und jetzige Vorstandschef der Ruhrkohle AG, Werner Müller, rechnet aufgrund der Knappheit der Ware Strom in Zukunft mit steigenden Strompreisen. Dem Wirtschaftsmagazin "Euro" sagte er auch, die Förderung der Kohle sei effektiver als die Unterstützung erneuerbarer Energien.

Top