1000 Meter

Rheinland-Pfalz übernimmt saarländische Vorgaben bei Windanlagen

Bereits im Februar vergangenen Jahres hat das saarländische Umweltministerium ein Modell vorgestellt, wonach neue Windkraftanlagen in Zukunft nur noch dann errichtet werden dürfen, wenn sie mindestens 1000 Meter von bebauten Ortslagen entfernt liegen und die berechtigten Interessen von Anwohnern und die Vorgaben des Natur- und Vogelschutzes berücksichtigen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf hat das Vorhaben des Landes Rheinland-Pfalz begrüßt, die Mindestabstände für die Errichtung von neuen Windkraftanlagen von bebauten Ortslagen auf mindestens 1000 Meter auszuweiten. "Ich freue mich sehr, dass nun auch die rheinland-pfälzischen Behörden das saarländische Erfolgsmodell für die Ausweisung von Flächen für Windkraftanlagen übernehmen wollen."

Bereits im Februar vergangenen Jahres hat das saarländische Umweltministerium ein Modell vorgestellt, wonach neue Windkraftanlagen in Zukunft nur noch dann errichtet werden dürfen, wenn sie mindestens 1000 Meter von bebauten Ortslagen entfernt liegen und die berechtigten Interessen von Anwohnern und die Vorgaben des Natur- und Vogelschutzes berücksichtigen. Dieses Modell fließt in den neuen Landesentwicklungsplan Umwelt mit ein, der derzeit aufgestellt wird.

"Mit diesem Modell ist es uns im Saarland erfolgreich gelungen, einen Weg aufzuzeigen, wie wir die Nutzung der Windenergie im Saarland verfünffachen können, ohne unsere reizvolle und liebgewonnene heimatliche Landschaft zu verspargeln und ohne dass es dabei zu massiven Konflikten mit dem Naturschutz kommt. Ich freue mich, dass nach Schleswig-Holstein nun auch unser Nachbarbundesland Rheinland-Pfalz sich dem saarländischen Modell anschließt", erklärt Umweltminister Mörsdorf.

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