Studie

Rheinland-Pfalz prüft Vorraussetzungen für Windkraft im Wald

Die Universität Kaiserslautern hat im Auftrag der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Rheinland-Pfalz die potenzielle Eignung von Standorten für Windenergieanlagen im Landeswald untersucht. Die Studie soll nun die Grundlage für weitere Prüfschritte bieten.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Das Land Rheinland-Pfalz hat von der Universität Kaiserslautern eine Studie zur Planung und potenziellen Eignung von Standorten für Windenergieanlagen im Landeswald erstellen lassen. Umweltministerin Margit Conrad stellte die Ergebnisse kürzlich vor.

Im ersten Teil der Studie werden "Hinweise zur Planung von Windenergieanlagen auf Waldstandorten" gegeben. Ausführlich behandelt wird dort zum Beispiel die "Windhöffigkeit", welche die durchschnittlich anfallende Windmenge in einem Gebiet beschreibt. Geeignete Messmethoden wurden untersucht und die besonderen Verhältnisse an Wald-Standorten. Weiterhin werden Fragen des Brandschutzes und das Vorgehen bei der Anlagenplanung und der Zuwegung unter den besonderen Bedingungen von Waldgebieten dargestellt und bewertet.

Im zweiten Teil untersucht die Studie potenzielle Flächen im Staatswald. Conrad: "Diese Flächen sind keine beschlossenen Standorte, sondern es werden Voraussetzungen für Windkraftnutzung aufgezeigt. Auf dieser Grundlage müssen zunächst die Fachleute der Landesforsten prüfen, ob Erhaltungsziele und Schutzzwecke des Waldes mit einer Windkraft-Nutzung übereinstimmen und ob die ökologische Funktion des Waldes an dieser Stelle nicht gefährdet wird. Erst wenn es nach der fachlichen Prüfung keine Einwände gibt, können solche Flächen im Staatswald als Vorschlag in Verfahren zur Raumordnungs- und Bauleitplanung eingebracht werden. Die dargestellten Flächen definieren damit keine von Landesforsten verfolgten Standorte, sondern bieten eine erste Grundlage für weitere Prüfschritte." Im übrigen wies die Ministerin darauf hin, dass es bereits jetzt Standorte für Windkraft im Gemeindewald gebe.

Die Ministerin unterstrich, dass Entscheidungen über konkrete Standorte für Windenergieanlagen auch im Wald ausschließlich den hierfür zuständigen Gremien auf örtlicher und regionaler Ebene unterliegen.

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