Leutturmprojekte

Rheinland-Pfalz fördert Umbau von Mietshäusern zu Passivhäusern

In Ludwigshafen werden derzeit vier Mietshäuser zu Passivhäusern umgebaut. Der Energieverbrauch der 1960 gebauten Häuser soll künftig so niedrig sein, dass durch die Nutzung der Restwärme auf Heizungen verzichtet werden kann. Das Land fördert das wissenschaftlich begleitete Projekt mit 220 000 Euro.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Ludwigshafen (ddp-rps/sm) - In Ludwigshafen hat ein nach Angaben der Landesregierung einzigartiges Bauprojekt begonnen. Finanzminister Gernot Mittler (SPD) setzte in dieser Woche den ersten Spatenstich für den Umbau von insgesamt vier Mietshäusern zu so genannten Passivhäusern.

Deren Energieverbrauch soll künftig so niedrig sein, dass durch die Nutzung der Restwärme auf Heizungen verzichtet werden kann. Mittler betonte bei dem symbolischen Baubeginn die Bedeutung solcher "Leuchtturmprojekte" gerade im Bereich der Sanierung und Modernisierung bestehender Häuser. Darin liege ein "gewaltiges Potenzial". Besonders würdigte der Minister, dass die städtische Wohnungsgesellschaft GAG Ludwigshafen mit dem Modellprojekt Zukunftstechnologien auf möglichst wirtschaftliche Weise vorantreibe.

Die vier Häuser mit je sechs Wohnungen stammen aus dem Jahr 1960. Sie sollen durch moderne Technik zu so genannten Energie-Gewinn-Häusern werden. Durch Passivhaustechnik wie eine hochmoderne Isolierung und Warmwasserbereitung wird der Energiebedarf stark abgesenkt. Zugleich soll eine Solarstromanlage auf dem Dach dafür sorgen, dass mehr Energie erzeugt wird, als im Jahresverlauf verbraucht wird.

Der Umbau der ersten beiden Häuser soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für alle vier Häuser belaufen sich den Angaben zufolge auf 2,5 Millionen Euro. Das Land fördert das wissenschaftlich begleitete Projekt mit 220 000 Euro.

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