Praxistauglichkeit testen

Rheinland-Pfalz: 2,5 Millionen Euro für Elektromobilität

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz will in den kommenden drei Jahren 2,5 Millionen Euro in den Aufbau eines rheinland-pfälzischen Netzwerkes für Elektromobilität investieren. Geplant sei in Feldversuch zur Erprobung der Einsatzmöglichkeiten von Elektrofahrzeugen, insbesondere in den Kommunen des Landes.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/red) - Ziel sei es, die Praxistauglichkeit von Elektrofahrzeugen im Alltag zu testen, vor allem in Bezug auf Reichweite, Ladevorgänge, Temperatur und Bequemlichkeit, sagte Umweltministerin Margit Conrad (SPD) anlässlich des Internationalen Symposiums "Regionale Elektromobilität" am Freitag in Mainz.

Zu diesem Zweck will das Land laut Conrad zunächst 20 bis 30 Fahrzeuge zur Verfügung stellen, die von Bürgern im normalen Alltagsbetrieb erprobt werden sollen. Darüber hinaus wolle Land die Infrastruktur mit den hierfür notwendigen Ladestationen ausbauen. Ein Wissenschaftsverbund soll das Netzwerk begleiten und ergänzende Forschung betreiben. Zudem hätten bereits mehrere Unternehmen und Energieversorger ihr Interesse an der Zusammenarbeit in dem Netzwerk bekundet.

Elektroautos sollen einzig mit Ökostrom fahren

Conrad zufolge sollen die Elektroautos nur mit Strom aus Wind, Photovoltaik oder anderen erneuerbaren Quellen betrieben werden. Atomstrom sei "keine Option". Man wolle vielmehr "zeigen, dass mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeiste Elektromobilität funktioniert".

Den Angaben zufolge produziert Rheinland-Pfalz bereits 4,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Regenerativstrom im Jahr, so viel wie etwa 1,8 Millionen Elektroautos pro Jahr brauchen würden. Ziel sei es, bis 2020 rund 9 Milliarden kWh Strom zu erzeugen.

Zum 1. Januar 2009 waren dem Ministerium zufolge in Rheinland-Pfalz 71 Elektroautos und 951 Hybridfahrzeuge beim Kraftfahrt-Bundesamt gemeldet. Damit lag das Land bundesweit im Mittelfeld.

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