Windkraft-Anlagen

REpower und RWE Innogy schließen Millionen-Vertrag

REpower Systems hat nach eigenen Angaben einen der größten Verträge in der Geschichte der Windindustrie mit der RWE Innogy GmbH geschlossen. Der Rahmenvertrag sehe die Lieferung von bis zu 250 Offshore-Windenergieanlagen vom Typ REpower 5M/6M für den geplanten Windpark Innogy Nordsee 1 vor

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Mit einem potenziellen Volumen von rund zwei Milliarden Euro sei dies zugleich der größte Vertrag im Bereich der Offshore-Windenergienutzung, teilte REpower am Mittwoch mit. Nach Angaben des Vorsitzenden der Geschäftsführung von RWE Innogy, Fritz Vahrenholt, erfolge die Lieferung der ersten 30 Anlagen voraussichtlich bereits 2011. Bis 2015 solle das Liefervolumen dann kontinuierlich gesteigert werden. Die Anlagen sollen überwiegend im Windpark Innogy Nordsee 1 eingesetzt werden, der 40 Kilometer nördlich der Insel Juist geplant ist. Durch die große Entfernung zum Festland werde der Windpark von der Küste aus jedoch nicht sichtbar sein.

RWE-Innogy-Geschäftsführer Kevin McCullough zufolge ist Nordsee 1 ein "extrem anspruchvolles Projekt". Nördlich Juist würden bis zu 180 Windturbinen der Fünf- und Sechs-Megawatt-Klasse in eine Wassertiefe von 26 bis 34 Meter gesetzt. Mit einer Leistung von rund 1000 Megawatt könne der Park dann rechnerisch etwa 780.000 Haushalte mit Strom versorgen. Zudem seien in den Rahmenvertrag weitere Projekte etwa in Großbritannien und den Niederlanden einbezogen.

Laut REpower besitzen die Windenergieanlagen einen Rotordurchmesser von 126 Metern und gehören damit zu den weltweit größten. Jedes der drei Rotorblätter ist 61,5 Meter lang und überstreicht die Fläche von zwei Fußballfeldern. Das oben auf dem Mast sitzende Maschinenhaus hat die Abmessungen eines Doppelhauses.

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