Riesig

REpower stellt Fünf-Megawatt-Anlage vor

Der Windanlagenhersteller REpower Systems AG hat die wesentlichen Entwicklungsschritte bei seiner Fünf-Megawatt-Anlage abgeschlossen. Die "REpower 5M" wurde kürzlich erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Errichtung des Prototypen auf dem schleswig-holsteinischen Teststandort Brunsbüttel ist plangemäß für das Frühjahr 2004 vorgesehen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Rotor der Anlage hat einen Durchmesser von 125 Metern. Damit wird das weltweit größte Rotorblatt, das REpower gemeinsam mit dem Rotorblatthersteller LM Glasfiber entwickelt hat, eingesetzt. Wie bei diesem Bauteil haben die Entwicklungsingenieure auch bei den anderen Hauptkomponenten in den vergangenen Monaten die wesentlichen Entwicklungsschritte abgeschlossen. Vorrangiges Ziel war die Erzielung einer hohen technischen Verfügbarkeit mit innovativen und wirtschaftlich attraktiven Lösungen. REpower setzt daher auf das technische Konzept und das Know-how aus dem Betrieb der bewährten Anlagen der Baureihen MD und MM. So besteht die "REpower 5M" aus einem Dreiblattrotor mit elektrischer Blattwinkelregelung, einem aufgelösten Triebstrang mit doppelt gelagerter Rotorwelle, einem kombinierten Planeten Stirnradgetriebe und einem doppeltgespeisten Asychnrongenerator.

Die Kopfmasse der "REpower 5M" (Rotor und Gondel) beträgt 350 Tonnen, was in etwa dem Gewicht von acht vollbeladenen LKW entspricht. Dazu Technik-Vorstand Matthias Schubert: "Mit fortschrittlichen Detaillösungen haben unsere Ingenieure eine vergleichsweise geringe Kopfmasse hinbekommen, die die Wirtschaftlichkeit vorteilhaft beeinflusst. In punkto solider Auslegung und hoher Lebensdauer – zwei wesentlichen Qualitätskriterien – wurden jedoch keine Kompromisse eingegangen."

Neben dem Gewicht stellten die Bedingungen auf See besondere Anforderungen hinsichtlich Wartungs- und Servicefreundlichkeit. Zur Vereinfachung von Wartung und Reparatur wurde die Anlage so konzipiert, dass beispielsweise ein direkter Zugang zur Rotornabe ohne Ausstieg aus der Gondel direkt möglich ist und alle Komponenten des Triebstrangs einzeln austauschbar sind.

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