Halbjahresbericht

REpower reduziert Jahresprognose

Ein schwaches erstes Halbjahr und Vertragsverzögerungen haben den Vorstand des börsennotierten Windenergieunternehmens REpower zu einer Reduzierung des Jahresprognose veranlasst. Vorstandschef Vahrenholt und Finanzvorstand Stöhr rechnen jetzt nur noch mit 290 Millionen Euro Gesamtleistung und nicht mehr mit 330 Millionen Euro.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Das Hamburger Windkraftunternehmen hat seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr aufgrund eines schwachen ersten Halbjahrs reduziert. "Wir arbeiten intensiv an der Realisierung unserer Anfang des Jahres hochgesteckten Wachstums- und Ertragsziele, die bei einem optimalen Verlauf noch erreichbar sind. Angesichts der im Jahresverlauf eingetretenen Verzögerungen und des schwieriger gewordenen Branchenumfeldes wollen wir jedoch einen vorsichtigeren Jahresausblick geben", kommentierte Finanzvorstand Jens-Peter Stöhr. Die erwartete Gesamtleistung beträgt nun mit 290 Millionen Euro 40 Millionen Euro weniger als die zuvor prognostizierten 330 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr 2003 weist das Unternehmen eine Gesamtleistung von 78,4 Millionen Euro gegenüber 75,3 Millionen Euro in 2002 aus, was einer Steigerung von vier Prozent entspricht. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) steigerte sich von 0,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2002 auf nun 2,8 Millionen Euro. Erwartungsgemäß ist das letzte Quartal das ertragsstärkste.

Im ersten Halbjahr 2003 wurden 44 Windenergieanlagen in Deutschland installiert und nach Japan geliefert. Aufgrund einiger Projektverzögerungen liegt die erreichte Steigerung der Gesamtnennleistung jedoch deutlich unter den ursprünglichen Planungen. Dennoch gelang es der REpower Systems AG, mit dieser Gesamtnennleistung ihren Marktanteil von 6,2 Prozent im ersten Halbjahr 2002 auf 7,3 Prozent im ersten Halbjahr 2003 zu steigern und damit viertgrößter Hersteller von Windenergieanlagen in Deutschland zu werden.

Insgesamt sei die REpower Systems AG auf Basis des derzeitigen positiven Auftragseingangs und des wachsenden Marktanteils für die Zukunft gut positioniert, heißt es im Geschäftsbericht. Insbesondere soll der Einstieg in ausländische Märkte einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum in 2004 leisten. "Wir rechnen damit, auch in 2004 ein über dem Branchendurchschnitt liegendes Wachstum und eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche EBIT-Marge im nächsten Geschäftsjahr zeigen zu können", kommentiert der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Fritz Vahrenholt die mittelfristigen Aussichten.

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