Reparatur der defekten Schweißnaht in Biblis A ist genehmigt

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Das Hessische Umweltministerium als zuständige Atomaufsichtsbehörde hat der Reparatur der Schweißnaht im Bereich der Verbindung des Not- und Nachkühlsystems zum Reaktorkühlkreislauf zugestimmt. Die Risse waren während der laufenden Revision im Oktober diesen Jahres entdeckt worden. Bei einer Überprüfung der Schweißnaht im Jahr 1992 war die Messanzeige, die auf die Risse hindeutete, fehlinterpretiert worden. Die jetzt durchgeführten Untersuchungen haben ergeben, dass die Risse bereits bei der Herstellung 1973 entstanden sind.


Der Hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel hatte nach Bekannt werden der Rissbefunde umfangreiche Untersuchungen veranlasst und das Wiederanfahren von Block A nach der Revision unter anderem von der Reparatur der defekten Schweißnaht abhängig gemacht. Während des Begutachtungsverfahren wurde die Reparatur an identischen Bauteilen simuliert und anschließend geprüft und bewertet. Mit der Begutachtung waren der TÜV Nord in Hamburg unter Beteiligung der Materialprüfungsanstalt Stuttgart beauftragt. Der Bundesminister für Umwelt war eng in das Aufsichtsverfahren eingebunden und hat der Reparatur ebenfalls zugestimmt. Bei der Reparatur wird die zur Beseitigung der Risse herausgearbeitete umlaufende Nut mit dem jetzt qualifizierten Verfahren wieder zugeschweißt. Danach wird die neue Naht auf ihrer Fehlerfreiheit geprüft. Die Reparatur wird einige Tage in Anspruch nehmen.

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