Im Aufwind

Rekordverdächtiger Zuwachs an Windparks in Europa

In der ersten Jahreshälfte 2010 wurden europaweit 118 neue Windkraft-Turbinen ans Netz angeschlossen. Weitere 151 wurden bereits installiert. Damit scheint 2010 zu einem Rekordjahr für die Windkraft zu werden. Dieser Ausbau könnte jedoch noch gesteigert werden, wenn öffentliche Institutionen mehr Gelder zur Verfügung stellen würden.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Brüssel (red) - Nach den heute von der EWEA (Europäische Windenergie Agentur) veröffentlichten neuen Statistiken wurden im ersten Halbjahr 2010 118 neue Windkraft-Turbinen vollständig an das Netz angeschlossen. Diese 118 Turbinen verfügen über eine Kapazität von 333 Megawatt und zeigen das anhaltend starke Wachstum im Sektor Windkraft. Zusätzlich wurden weitere 151 Turbinen installiert, aber noch nicht an das Netz angeschlossen.

Vier von 16 neuen Offshore-Windparks am Netz

Aktuell gibt es 948 Offshore-Windturbinen in 43 betriebsbereiten Offshore-Windparks. Insgesamt befanden sich in der ersten Jahreshälfte 16 Offshore-Windfarmen im Bau. Vier davon sind mittlerweile in Betrieb: Poseidon in Dänemark, Alpha Ventus in Deutschland, Gunfleet Sands und Robin Rigg in Großbritannien. Alpha Ventus, der erste Offshore-Windpark Deutschlands, wurde im April eröffnet.

EWEA fordert mehr öffentliche Gelder

"Trotz der Finanzkrise ist der Offshore-Windenergiemarkt nach wie vor eine bedeutende Wachstumsindustrie", sagte Justin Wilkes, Director of Policy bei der EWEA. Im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres sei die Anzahl der neuen Turbinen gestiegen, was auf ein Rekordjahr hindeute. Wilkes forderte mehr Unterstützung durch öffentliche Institutionen, da der Mangel an Finanzierungen den Ausbau von Windkraft zurückhalte. Dieser sei jedoch wichtig, sowohl zur Reduzierung von CO2-Emissionen als auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

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