Hoch, höher...

Rekordumsatz an der EEX: 742 800 Megawattstunden

Gestern lief der Handel an der Strombörse EEX in Frankfurt auf Rekordniveau: Mit 742 800 gehandelten Megawattstunden wurde fast der halbe Monatsumsatz des Rekordmonats Juni erreicht.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die European Energy Exchange (EEX) hat gestern einen neuen Rekordumsatz im börslichen Stromhandel erreicht: Am integrierten Markt wurden insgesamt 742 800 Megawattstunden gehandelt. Bei einem hohen Umsatz im Spotmarkt von 42 284 Megawattstunden waren vor allem die Umsätze am Terminmarkt mit 700 000 Megawattstunden für das Rekordhandelsvolumen ausschlaggebend. Hier wurden 77 Jahresfutures gehandelt sowie 125 Monatsfutures auf Spitzenlast. Damit wurde gestern an einem Tag annähernd die Hälfte des Monatsumsatzes des Rekordmonats Juni (1,6 Terawattstunden) umgesetzt. Heute wurden bis 14.30 Uhr im Spotmarkt 30 725 Megawattstunden umgesetzt sowie 260 Jahres- und Monatsfutures über insgesamt 757 000 Megawattstunden.

Die EEX will die Produktpalette im Terminmarkt noch in diesem Jahr mit Quartalsfutures abrunden. Die Simulation für die neuen Produkte wird laut EEX am 8. November beginnen. Mit Einführung der Quartalsfutures erfolgt die Erfüllung erstmals durch die so genannte Kaskadierung. Anders als Monatsfutures, die direkt durch Barausgleich erfüllt werden, werden Quartals- und Jahresfutures zunächst durch andere Futures ersetzt. So zerfallen Quartalsfutures am letzten Handelstag in drei Monatsfutures, die zusammen dem Lieferquartal entsprechen. Die Erfüllung erfolgt dann durch Barausgleich. Nach dem gleichen Muster werden Jahresfutures am letzten Handelstag durch drei Monatsfutures und drei Quartalsfutures ersetzt, die Quartalsfutures zerfallen am letzten Handelstag wieder in drei Monatsfutures. Auch hier erfolgt zuletzt ein Cash Settlement. Durch die Kaskadierung wird eine Position in standardisierte Produkte zergliedert, die ihrerseits im liquiden Markt handelbar sind. Die Kaskadierung ermöglicht den Handelsteilnehmern den Handel von standardisierten Produkten während der Lieferperioden der längerfristigen Produkte.

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