util:IT 2004

Regulierungesbehörde setzt auf IT-basierende Kommunikation

Die Regulierungsbehörde hat zur Eröffnung der util:IT diese Woche in Erfurt deutlich gemacht, dass sie künftig auf einen durchgängigen elektronischen Datenaustausch im Energiemarkt setzt. Dabei sollte es um Datenformatlösungen gehen, "die nicht an der Praxis und am Markt vorbei gehen", so Meyenborgs von der RegTP.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (red) - Die Kommunikation mit der neuen Regulierungsbehörde (RegTP) wird IT-basiert erfolgen, und auch bei der Kommunikation der Marktteilnehmer untereinander setzt die Regulierungsbehörde eindeutig auf den elektronischen Datenaustausch. Das betonte Jörg Meyenborg, der sich als Referent Energieregulierung bei der neuen Regulierungsbehörde in Bonn mit dem Thema Informationstechnologie befasst, in seinem Eröffnungsvortrag auf der VDEW/EDNA-Fachtagung "util:IT 2004" in Erfurt.

Dabei begrüßte er ausdrücklich die Bemühungen der EDNA-Initiative, hier für eine marktübergreifende Interoperabilität der IT-Lösungen zu sorgen. "Man sollte besser miteinander reden, als übereinander. Und wir werden Standards, die von allen Marktteilnehmern einvernehmlich umgesetzt werden, sicher nicht im Wege stehen", so sein Urteil. Sein Vortrag "Die Regulierungsbehörde und die Geschäftsprozesse im Energiemarkt" stieß bei den mehr als 140 Besuchern der Fachtagung auf großes Interesse. Wenn auch viele Informationen vermittelt wurden, auf alle Fragen konnte Meyenborg noch keine endgültige Antwort geben.

Offen blieb beispielsweise die Frage, welche Modelle sich für die IT-technische Umsetzung der Anforderungen des Unbundlings eignen. "Im derzeitigen Stadium wird die RegTP keinerlei Aussagen machen, was Einhaltung der Unbundling-Vorschriften durch einzelne IT-Lösungskonzepte angeht", so die knappe Antwort Meyenborgs. Er ließ offen, wann diese Antwort gegeben werden könne, betonte aber das Anliegen der Behörde, in Sachen IT praxisgerechte und vor allem umsetzbare Lösungen zu schaffen. "Die Regulierungsbehörde wird zum gegebenen Zeitpunkt den Dialog mit den Netzbetreibern suchen und Datenformatlösungen vorgeben, die nicht an der Praxis und am Markt vorbeigehen", so sein Fazit.

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