Geringere Netzentgelte

Regierung will stromintensive Unternehmen entlasten

Im Rahmen des kürzlich vom Bundestag beschlossenen Energieleitungsausbaugesetzes wurden auch Regelungen zu den Netzentgelten für stromintensive Unternehmen getroffen, womit diese finanziell entlastet werden sollen, informiert das Wirtschaftsministerium. Auch die Entwicklung von Stromspeicher-Anlagen soll gefördert werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Stromintensive Unternehmen wie zum Beispiel Aluminiumhütten werden bei den Netzentgelten entlastet. Damit soll die Wettbewerbssituation dieser Unternehmen in der derzeitigen Wirtschaftslage und angesichts hoher Strompreise verbessert werden. Neu errichtete Pumpspeicherkraftwerke und andere neue Anlagen zur Speicherung elektrischer Energie werden für einen Zeitraum von zehn Jahren von den Netzentgelten freigestellt.

Durch die Befreiung sollen Anreize für die Entwicklung neuer Speichertechnologien gesetzt werden. Speicheranlagen wie zum Beispiel Pumpspeicher haben bei der Nutzung der Windenergie eine wichtige Ausgleichsfunktion im Netz. Zu Starkwindzeiten kann Energie gespeichert werden, um sie bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen.

"Wir verschaffen den stromintensiven Unternehmen in einer angespannten Situation Erleichterung bei den Netzentgelten. Damit stärken wir den Industriestandort Deutschland und erhalten Arbeitsplätze", sagte Wirtschaftsminiter zu Guttenberg. "Wir erreichen die Klimaschutzziele nur, wenn wir die Erneuerbaren Energien optimal nutzen können. Hierfür müssen neue Technologien bei der Stromspeicherung vorangebracht werden."

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