Unterrichtung

Regierung: Strahlenbelastung im Jahr 2000 meist unterhalb der genehmigten Werte

Die Bundesregierung hat heute den Bundestag unterrichtet, dass die radioaktive Belastung in Deutschland "deutlich unter einem Prozent" der zivilisatorischen Strahlenexposition liegt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Im Jahr 2000 lagen die Ableitungen radioaktiver Stoffe bei allen kerntechnischen Anlagen der Bundesrepublik Deutschland "unterhalb der genehmigten Jahreswerte", bei den meisten Anlagen sogar "weit unterhalb". Dies erklärt die Bundesregierung im gesetzlich vorgeschriebenen jährlichen Bericht zur "Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2000", den sie in Form einer Unterrichtung (Bundestagsdrucksage 14/6905) heute dem Bundestag vorgelegt hat.

Der Beitrag durch Atomkraftwerke und sonstige kerntechnische Anlagen in der Bundesrepublik wird auch für das Jahr 2000 mit "deutlich unter einem Prozent" der zivilisatorischen Strahlenexposition (durch den Menschen hervorgerufene Belastung) angegeben. Die effektive Dosis der zivilisatorisch verursachten Strahlenexposition für die Bevölkerung lag bei etwa zwei Mikrosievert pro Einwohner und Jahr. Der größte Beitrag wird dabei laut Bericht durch die Anwendung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlen in der Medizin (Röntgendiagnostik) verursacht. Das betreffe vor allem ältere Menschen. Im höheren Alter sei allerdings das Strahlenrisiko geringer, während die Bedeutung solcher medizinischen Untersuchungen zur Verbesserung des Gesundheitszustandes zunehme.

Weiterhin unverändert ist dem Bericht zufolge mit 1,19 Mikrosievert der Wert für die etwa 330 000 beruflich Strahlen ausgesetzten Personen in Deutschland, während der Anteil der effektiven Dosis durch die bis zum Jahr 1981 vorgenommenen Kernwaffenversuche in der Atmosphäre rückläufig sei. Hier habe der Wert weniger als 0,01 Mikrosievert für das Jahr 2000 betragen. In der Gesamtbewertung beträgt den Angaben zufolge die mittlere effektive Dosis der Bevölkerung durch "natürliche" und "zivilisatorische veränderte natürliche" Strahlenexposition insgesamt zwischen zwei und drei Mikrosievert pro Jahr.

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