Regierung soll die Erfordernis standortnaher Zwischenlager begründen

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Den Grund für die von der Bundesregierung festgestellte "Unumgänglichkeit" von standortnahen Zwischenlagern bei Atomkraftwerken (AKW) wollte die F.D.P.-Fraktion gestern im Bundestag in einer Kleinen Anfrage (Bundestagsdrucksache 14/326) in Erfahrung bringen. Die Fraktion zeigte sich verwundert über eine entsprechende Regierungsaussage in der Antwort auf eine frühere Kleine Anfrage (Bundestagsdrucksache 14/2980).


Nach Angaben der Liberalen sei im Rahmen der ersten Gespräche zum sogenannten Ausstieg aus der Kernenergie seitens der Energieversorgungsunternehmen die Option eines Transports zu Wiederaufarbeitungseinrichtungen im europäischen Ausland ausdrücklich vorbehalten worden. Darüber hinaus habe das Bundesamt für Strahlenschutz zu Beginn des Jahres fünf Beförderungsgenehmigungen für innerdeutsche Transporte zum zentralen Brennelementezwischenlager Ahaus erteilt. Aus diesem Grund sollte die Regierung Auskunft geben, ob die Bundesregierung die Errichtung von oberirdischen Zwischenlagern den Kraftwerksbetreibern nahegelegt habe. Des weiteren erkundigten sich die Liberalen, ob den zuständigen Behörden Genehmigungsanträge für Transporte von abgebrannten Brennelementen in Wiederaufarbeitungsanlagen vorliegen und für welche Kernkraftwerke diese gestellt worden seien. Von Interesse ist auch, wie die Regierung mit abgebrannten Brennelementen verfahren will, falls eine Genehmigung nicht erteilt wird.

Das könnte Sie auch interessieren
Top