Für drei Monate

Regierung nimmt sieben alte Kraftwerke vom Netz

Nach den Ereignissen in Japan beschloss die Regierung eine Sicherheitsüberprüfung für die deutschen Atommeiler. Während der Überprüfung sollen sieben alte Atomkraftwerke vom Netz genommen werden, die noch vor 1980 gebaut wurden. Dazu gehören die AKW Brunsbüttel und Neckarwestheim.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (dapd-bay/red) - Die Abschaltung soll vorerst für die Zeit gelten, für die die beschlossene Laufzeitverlängerung ausgesetzt wurde, also für drei Monate. Betroffen sind die Atommeiler Biblis A und B, Neckarwestheim 1, Brunsbüttel, Isar I sowie Unterweser und Philippsburg 1. Merkel hatte sich mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer getroffen, in denen Atomkraftwerke betrieben werden.

Jüngere Kraftwerke bleiben am Netz

Während des dreimonatigen Moratoriums sollen die deutschen Atomkraftwerke auf ihre Sicherheit hin überprüft werden, die Laufzeitverlängerung wird solange ausgesetzt. Während der Überprüfungen sollen die genannten sieben Atommeiler aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. Die übrigen Kraftwerke sollen während der Überprüfung am Netz bleiben.

Auch Krümmel bleibt ausgeschaltet

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte, die Abschaltung erfolge vorsorglich. Ob alle oder einzelne der sieben Atomkraftwerke nach der Abschaltung und Überprüfung wieder ans Netz gehen, sei offen. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen (CDU) kündigte an, er werde die zurzeit stillgelegten Meiler Krümmel und Brunsbüttel vorerst nicht wieder anlaufen lassen und auch darauf dringen, "dass die Betreiber auf das Wiederanfahren verzichten".

Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus wiesen Vorwürfe zurück, die Laufzeitverlängerung werde nur ausgesetzt, damit die CDU die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gut besteht.

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