Statistik

Regierung: Jede fünfte Wind- und Solaranlage kommt aus Deutschland

Laut einer Antwort der Bundesregierung aufgrund von Zahlen des Deutschen Windenergie-Instituts wurden im vergangenen Jahr regenerative Energieanlagen mit einer Leistung von 743 Megawatt exportiert. Dies entspreche einem Anteil von knapp 22 Prozent an der Gesamtproduktion.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Im vergangenen Jahr sind aus Deutschland Anlagen zur Stromproduktion mit erneuerbaren Energien mit einer Leistung von etwa 743 Megawatt exportiert worden. Diese Zahl nannte die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 15/3666) auf eine "Kleine Anfrage" der CDU/CSU-Fraktion (Bundestagsdrucksache 15/3518) unter Berufung auf Angaben des Deutschen Windenergie-Instituts.

Dies entspreche einem Anteil von knapp 22 Prozent an der Gesamtproduktion. Zum Exportanteil Japans, der USA und anderer EU-Staaten lägen keine Daten aus eigener Erhebung vor. Der Exportanteil deutscher Hersteller von Solarenergieanlagen habe 2003 weniger als zehn Prozent betragen, heißt es weiter.

Japan exportiere über 50 Prozent der dort hergestellten Solarmodule. Wie in der Antwort mitgeteilt wird, gibt derzeit keine amtliche Statistik, aus der sich die Beschäftigungszahlen im Bereich erneuerbarer Energien ablesen lassen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung habe in einem Gutachten auch Beschäftigungszahlen für einzelne Sparten der erneuerbaren Energien für das Jahr 2002 ermittelt. Darin sei eine Gesamtzahl von 118.700 Arbeitsplätzen genannt worden, von denen 53.200 auf die Windenergie, 29.000 auf die Biomasse, 13.000 auf Dienstleistungen, 8.400 auf die Wasserkraft, 6.700 auf die Solarthermie, 6.000 auf Photovoltaik und 2.400 auf Wärmepumpen entfielen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

  • Stromrechnung

    Strompreis könnte durch neue Netzmanagement-Regeln steigen

    Der Strompreis könnte für Verbraucher wieder ein wenig ansteigen. Anscheinend plant die Bundesregierung, auch kleine Betriebe an Strommengen-Auktionen teilnehmen zu lassen. Das soll für mehr Netzstabilität sorgen. Kritisiert wir das Vorhaben von Grünen-Politiker Oliver Krischer.

  • Strom sparen

    Diskussion um Strompreiserhöhungen: Wie transparent sind die deutschen Strompreise?

    Die Diskussion über die neuerlich geplanten Erhöhungen der Energiepreise in Deutschland schlägt hohe Wellen: Der BDI, nicht gerade als großer Energiewirtschaftskritiker bekannt, spricht von Deindutrialisierung und alleiniger Schuld der Konzerne für die derzeitige Situation. Künast fordert mehr Transparenz.

  • Energieversorung

    FDP-Politikerin Kopp: "Energiepolitik von Rot-Grün absolut illusorisch"

    Gudrun Kopp, energiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, hat Gerhard Schörder vorgeworfen, dass er die Deutschen in Sachen Energiepolitik "an der Nase herumführe". Die rot-grüne Energiepolitik führe nicht zu weniger Abhängigkeit vom Öl, sondern führe - im Gegenteil - zu mehr Abhängigkeit von Energieimporten.

  • Strom sparen

    AEEC-Fachtagung: In Erneuerbare Energien investieren?

    "Jetzt in Erneuerbare Energien investieren? - Entwicklungschancen im Europäischen Markt" ist eine von drei Veranstaltungen der AEEC/VWEW-Fachtagungsreihe. Sie informiert über die Entwicklung des neuen energie- und volkswirtschaftlichen Faktors sowohl auf dem deutschen als auch dem europäischen Markt.

Top