Emissionshandel

Regierung hält CO2-Auktion für Stromkonzerne fest

Entgegen dem Willen der deutschen Wirtschaft will die Bundesregierung einem Pressebericht zufolge an der 100-prozentigen Auktion von sogenannten CO2-Emissionsrechten an Stromversorger ab 2013 festhalten.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp.djn/sm) - Die von der Industrie geforderte kostenlose Zuteilung der Luftverschmutzungsrechte für Energiekonzerne werde es nicht geben, berichtet die "Rheinische Post" aus Regierungskreisen. Dazu seien Gespräche von Wirtschaftsvertretern im Bundeskanzleramt geführt worden.

Die deutsche Industrie fürchtet eine milliardenschwere zusätzliche Kostenbelastung und den Verlust von Arbeitsplätzen. Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder wollen am 11. und 12. Dezember in Brüssel über die Auktionierung von Emissionszertifikaten für die 2013 beginnende dritte CO2-Handelsperiode entscheiden.

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