Gerichtsurteil

Rechtstipp: Strommast auf dem Grundstück ist keine Beeinträchtigung

Ein Grundstückseigentümer kann ohne triftige Begründung nicht die Entfernung eines Strommastes von seinem Grund und Boden verlangen. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz hervor, wie der LBS-Infodienst Recht und Steuern in Berlin informiert.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - In dem Fall hatte ein Grundstückseigentümer, der ein neues Haus bauen wollte, einen Energieversorger auf Abriss eines Strommastes verklagt, der schon seit 25 Jahren auf dem Grundstück stand. Vor Gericht führte er eine Reihe von Gründen dafür an: Es drohten erhöhte Blitzschlaggefahr und Elektrosmog. Außerdem sei ihm der Mast aus ästhetischen Erwägungen nicht länger zumutbar.

Die Richter schlossen sich der Argumentation des Grundbesitzers aber nicht an. Statt konkreter Gründe habe er nur eine Reihe allgemeiner Befürchtungen vorgebracht. Im Falle des Elektrosmogs fehle es zum Beispiel an klaren Nachweisen für eine mögliche Gesundheitsgefährdung. Tatsächliche unzumutbare Beeinträchtigungen des Eigentümers seien in der Klage nicht zu erkennen, weswegen der Strommast bleiben dürfe. (AZ: 7 U 1722/01)

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