Kursmanipulation und Bilanzfälschung

Razzia bei Conergy-Mitarbeiter

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat einem Medienbericht zufolge eine Razzia in Büros und Privaträumen von Mitarbeitern des Solarunternehmens Conergy durchgeführt. Wie der Radiosender NDR Info am Mittwoch berichtete, besteht offenbar der Verdacht, dass einzelne Mitarbeiter am Finanzmarkt manipuliert haben.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/red) - "Ermittelt wird wegen des Verdachts der Kursmanipulation, des Insiderhandels und der Bilanzfälschung", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, dem Sender. Seit Dienstag seien 24 Büros und Wohnungen von Conergy-Mitarbeitern durchsucht worden, darunter auch die Firmenzentrale in Hamburg. Dabei sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden.

Anlass für die Ermittlungen gegen insgesamt elf Beschuldigte bei Conergy seien zwei Strafanzeigen, die im vergangenen Herbst und Frühjahr bei der Staatsanwaltschaft eingegangen seien. Die Ermittlungen beziehen sich auf Vorgänge in den Jahren 2006 und 2007.

Conergy-Sprecherin Yvonne Deters sagte dem Sender, dass nicht gegen das Unternehmen selbst ermittelt werde, sondern gegen bei Conergy beschäftigte Personen. In welchen Positionen diese bei dem Solarunternehmen arbeiten, wollte sie nicht sagen. Die Aktien des angeschlagenen Solar-Unternehmens sind in den vergangenen zwei Jahren stark in ihrem Wert gesunken. Notierte Conergy im Herbst 2007 noch bei fast 23 Euro, war das Papier am Mittwoch nur noch 67 Cent wert.

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