Verkleinert

Raumordnungsverfahren für Offshore-Windpark Nordergründe positiv abgeschlossen

Die Energiekontor AG kann einen Offshore-Windpark in der Wesermündung - knapp 20 Kilometer nördlich von Wilhelmshaven und gut 20 Kilometer nordwestlich vor der Wurster Küste - bauen. Die Bezirksregierung Lüneburg hat das Raumordnungsverfahren mit einem positiven Bescheid abgeschlossen, u.a. weil der Windpark gegenüber der ursprünglichen Planung verkleinert wurde.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Bezirksregierung Lüneburg hat das Raumordnungsverfahren für den geplanten Offshore-Windpark Nordergründe der Energiekontor AG mit der Landesplanerischen Feststellung abgeschlossen. Damit wird die Vereinbarkeit von bis zu 25 Windenergieanlagen mit einer maximalen Nennleistung von je fünf Megawatt, die bis zu 170 Meter hoch sein können, mit den Erfordernissen der Raumordnung festgestellt. Der Offshore-Windpark, mit dessen Bau bis 2006 begonnen werden soll, wird in der Wesermündung knapp 20 Kilometer nördlich von Wilhelmshaven und gut 20 Kilometer nordwestlich vor der Wurster Küste liegen.

Die Bezirksregierung Lüneburg konnte die positive Entscheidung treffen, weil der Windpark gegenüber der ursprünglichen Planung verkleinert wurde und weil er der Sammlung von Erfahrungen für die weiteren in der Nordsee in tieferem Wasser geplanten Offshore-Windparks dient. Vorteile des Vorhabens auf den Nordergründen sind das hier noch relativ flache Wasser und die Nähe zu den Häfen sowie zum Land. Durch die jetzt gefundene Größe würden die möglichen Beeinträchtigungen des Naturschutzes, der Fischerei und des Landschaftsbildes auf ein akzeptables Maß reduziert, heißt es von Seiten der Energiekontror AG.

"Mit dieser positiven Entscheidung ist Energiekontor und die Windkraftbranche bei der Realisierung von Windkraftprojekten auf dem Meer einen großen Schritt vorangekommen", sagt Martin Bretag, Leiter der Abteilung Offshore bei der Energiekontor AG. "Die günstige geografische Lage des Windparks erlaubt es uns, diese zukunftsträchtige Art der Stromerzeugung vergleichsweise schnell zu realisieren und wichtige Erfahrung für zukünftige Projekte zu sammeln," so Bretag weiter.

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