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RAG verschiebt Börsengang wegen Bundestagsneuwahl

Der Essener Energie- und Bergbaukonzern RAG hat seinen Börsengang wegen der Bundestagsneuwahl um ein Jahr auf Mitte 2007 verschoben. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Müller gegenüber dem "Tagesspiegel". Nun müssten bis Mitte 2006 die politischen Rahmenbedingungen festgeschrieben werden.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Zu klären ist, wer die Lasten aus der Steinkohle übernimmt und wem die Erlöse aus dem Börsengang zufließen", sagte der frühere Bundeswirtschaftsminister der Zeitung.

Der Konzern werde bei dem Börsengang, den die WestLB begleiten werde, zunächst nicht zu 100 Prozent an der Börse platziert. Eine Trennung von einem der Geschäftsfelder Chemie, Immobilien und Stromerzeugung schloss Müller aus. Allerdings kämen auf die Mitarbeiter der RAG-Tochter Degussa nach der Abschreibung von 830 Millionen Euro wohl Einschnitte zu. Ein Delisting des Spezialchemieunternehmens sei aber keineswegs logisch und daher auch nicht ausgemacht.

Müller sagte dem Bericht zufolge, gerade die Mischung des Konzerns sei attraktiv für Anleger, die gleichermaßen auf Dividenden und spekulative Gewinne setzten. Dieses Potenzial zeige sich auch schon im laufenden Geschäftsjahr. "Das operative Ergebnis bei Immobilien und Energie liegt deutlich über Plan, das von Degussa etwas unter Plan", sagte Müller. Insgesamt wachse das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erfreulich. Er rechne daher damit, "dass wir auch in der breiten Bevölkerung durchaus auf lebhafte Nachfrage stoßen werden".

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