An Ruhr und Saar

RAG legt zwei Kohlebergwerke still

Die Gruben Warndt-Luisenthal und Lohberg/Osterfeld werden geschlossen. Das entschied der Bergbau- und Chemiekonzern RAG am vergangenen Freitag. Damit sollen die Zusagen, die deutsche Kohleproduktion bis 2007 von 26 Millionen auf 22 Millionen Tonnen jährlich zu senken, erfüllt werden. Bis 2012 muss die Förderung dann nochmals auf 16 Millionen Tonnen sinken.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Am vergangenen Freitag haben der Bergbau- und Chemiekonzern Ruhrkohle AG (RAG) und seine Tochterfirma Deutsche Steinkohle (DSK) beschlossen, zwei der verbliebenen zehn deutschen Kohlegruben zu schließen. Betroffen sind die Gruben in Warndt-Luisenthal im Saarland und Lohberg/Osterfeld am Niederrhein. In Warndt-Luisenthal fördern 2400 Bergleute 1,8 Millionen Tonnen Kohle jährlich, in Lohberg bauen 3100 Mitarbeiter 2,1 Millionen Tonnen Kohle jährlich ab.

Damit sollen die Zusagen, die deutsche Kohleproduktion bis 2007 von 26 Millionen auf 22 Millionen Tonnen jährlich zu senken, erfüllt werden. Bis 2012 muss die Förderung dann nochmals auf 16 Millionen Tonnen sinken, weshalb mit weiteren Zechenschließungen gerechnet wird. Bis Ende 2005 sollen bei der DSK etwa 3000 Stellen gestrichen werden.

Der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi betonte, dass aus Sicht des Unternehmens ausschließlich betriebswirtschaftliche Gründe und damit die Förderkostenstruktur für die Anfang 2006 geplante Schließung des Standortes Warndt/Luisenthal verantwortlich sind. Bevor die Zeche geschlossen wird, soll sie 2004 mit dem Kohlebergwerk Ensdorf zum Bergwerk Saar zusammengelegt werden. "Wir sind uns einig in dem Ziel, dass der zu leistende Arbeitsplatzabbau sozialverträglich und damit ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen soll", sagte der Wirtschaftsminister.

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