Karriereschub

RAG bestellt Ex-Minister Müller in den Vorstand

Der ehemalige Wirtschaftsminister Werner Müller kehrt zurück in die Energiewirtschaft: Ab 1. Juni steht er an der Spitze des Essener Bergbau- und Chemiekonzerns RAG. Das beschloss der Aufsichtrat des Unternehmens. Auch Degussa-Chef Utz-Hellmuth Felcht wurde in den RAG-Vorstand bestellt. Der derzeitige RAG-Chef Starzacher geht auf eigenen Wunsch zum 31. Mai.

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Der Aufsichtsrat des Essener Bergbau- und Spezialchemie-Konzerns RAG (ehemals Ruhrkohle) hat in seiner gestrigen Sitzung den ehemaligen Wirtschaftsminister Dr. Werner Müller mit Wirkung zum 1. Juni 2003 zum Mitglied des Vorstands der RAG bestellt und zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Auch Dr. Utz-Hellmuth Felcht wurde unter Beibehaltung seines Mandats als Vorstandsvorsitzender der Degussa AG mit Wirkung zum 1. Juni 2003 zum Mitglied des Vorstands der RAG bestellt.

Mit der Bestellung von Müller haben sich offensichtlich die Arbeitnehmervertreter im RAG-Aufsichtsrat durchgesetzt, die drei Großaktionäre E.ON, RWE und Thyssen-Krupp hatten zuvor zugestimmt. Der RAG-Aufsichtsrat ist laut Montanbestimmung mit je zehn Vertretern der Aktionäre und der Arbeitsnehmer besetzt. Müller kommt aus dem Ruhrgebiet und soll seine politischen Kontakte nutzen, um die derzeit auf der Kippe stehenden Subventionen für Kohlebergbau zu sichern.

Der Aufsichtsrat hat zudem dem Wunsch von Karl Starzacher (58) entsprochen, sein Mandat als Vorstandsvorsitzender der RAG zum 31. Mai 2003 aufzuheben.

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