Übung

Radioaktivität in der Luft soll gemessen werden (Upd.)

Mit einer gemeinsamen Hubschrauberübung wollen das Bundesamt für Strahlenschutz und die Bundespolizei Anfang kommender Woche im Norden die Messung von Radioaktivität aus der Luft trainieren. Dabei sollen in einer Höhe von etwa 100 Metern die Atommeiler in Norddeutschland überflogen werden.

Atomenergie© lassedesignen / Fotolia.com

Bad Bramstedt (dapd/red) - Flüge mit dem Hubschrauber sind am Montag in der Nähe von Stade sowie von Dienstag bis Donnerstag in der Umgebung der Kernkraftwerke Brunsbüttel, Brokdorf und Krümmel vorgesehen, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Gemessen wird in der Regel aus Flughöhen von etwa 100 Meter.

Zuletzt wurden die Meiler im Süden überflogen

Die Übungsflüge mit zwei Hubschraubern finden jährlich statt. Im Notfall soll damit schnell und großräumig die Verteilung radioaktiver Stoffe in der Umwelt gemessen werden, beispielsweise für den Fall eines Unfalls in einem der Atomkraftwerke. 2011 wurde im Zuge der Übung die Umgebung der kerntechnischen Einrichtungen in Baden-Württemberg überflogen.

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