Strahlung

Radioaktive Partikel aus Japan erreichen Mitteleuropa

Luftströmungen mit radioaktiven Partikeln aus Japan sollen am Mittwoch Mitteleuropa erreichen. Allerdings werde die Aktivität "sehr, sehr niedrig" sein. Die Bürger hierzulande müssten sich keine Sorgen machen, da die Umwelt-Radioaktivität in Deutschland lückenlos überwacht werde.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Halle (Saale)/Osnabrück (dapd/red) - Das sagte der Leiter der Messstation des Bundesamtes für Strahlenschutz Schauinsland bei Freiburg, Erich Wirth, dem Sender MDR INFO. Die Experten hätten in den vergangenen Tagen die Verbreitung der Radioaktivität erst in Kalifornien und dann in Island verfolgen können. "Und von da ist es nicht mehr weit bis Mitteleuropa."

Wirth sagte, man erwarte Werte im Bereich von Hunderttausendstel Bequerel pro Kubikmeter Luft. "Die Belastung steigt praktisch nicht." Die Radioaktivität sei nur mit sehr aufwändigen Methoden nachzuweisen. Bisher sind nach Wirths Angaben die Werte in Deutschland noch nicht angestiegen. Auch langfristig werde Wirth zufolge angesichts der immensen Entfernungen die Belastung durch Strahlung sehr niedrig bleiben.

Insgesamt sieht das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) keinen Anlass zur Sorge in Deutschland wegen des Atomunfalls in Japan. "Wir müssen uns wegen der Ereignisse in Japan jetzt nicht gesondert schützen", sagte Amtspräsident Wolfram König der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag.

Wichtig zu wissen ist, dass die Umwelt-Radioaktivität in Deutschland lückenlos überwacht wird. Das BfS betreibt ein dichtes Messnetz mit etwa 1.800 Sonden, das kontinuierlich die Strahlung in der Luft misst, so die Angaben des Amtes. Zudem unterhält die Behörde eine internationale Messstation in Freiburg, die frühzeitig geringe Spuren an Radioaktivität in der Atmosphäre aufspüren kann.

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