50 Jahre UCTE

Radikale Modernisierung des Verbandes der Europäischen Übertragungsnetzbetreiber

Anlässlich seines 50-jähriges Bestehens gibt sich der Verband der Europäischen Übetragungsnetzbetreiber ein neues Profil und macht sich fit für die EU-Osterweiterung.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Neue Satzung, neue Mitglieder, neue Arbeitsweise - der Verband der Betreiber elektrischer Hochspannungsnetze (UCTE) gibt sich anlässlich seines 50-jährigen Bestehens eine neue Struktur, um seiner Aufgabe als Garant für Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung im liberalisierten Strommarkt gerecht zu bleiben.


Anlässlich der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum sagte der Präsident der UCTE und Vorsitzende des Vorstands der Vereinigte Energiewerke AG (VEAG), Jürgen Stotz: "Das Netz ist der Schlüssel zum Wettbewerb. Ohne einen freien Netzzugang ist kein Wettbewerb möglich." Der ursprünglich 1951 zur Unterstützung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nach dem Weltkrieg gegründete Verband hat beschlossen, sein 50-jähriges Jubiläum zum Anlass zu nehmen, sich einer radikalen Verjüngungskur zu unterziehen. Die UCTE koordiniert die elektrischen Systeme ihrer Mitglieder aus 20 Ländern, von Portugal bis Polen und von Deutschland bis Griechenland. Sie schafft damit die erforderlichen technischen und organisatorischen Voraussetzungen zur Unterstützung des freien Markts und zur Erleichterung des Stromaustauschs. Von den Anstrengungen des europäischen Verbands profitieren nahezu 400 Millionen Menschen, mit einem Stromverbrauch von über 2000 Terawattstunden im Jahr 2000 und einer Höchstlast von etwa 340 Gigawatt.


Mit der Neugründung der UCTE werden auch die Netzbetreiber aus der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen und der Slowakischen Republik, die in Rekordzeit die technischen UCTE-Anforderungen erfüllt haben, als Mitglieder in den Verband aufgenommen. Zur Zeit bereiten sich die Netzbetreiber aus Bulgarien, Rumänien und dem Westen der Ukraine darauf vor, sich an das Netz der UCTE anzuschließen. Die UCTE verfolgt mit Nachdruck das Ziel, den durch den Krieg auf dem Balkan getrennten Süden des gemeinsamen Synchrongebiets (Bundesrepublik Jugoslawien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und Griechenland) wieder an den Norden des Verbundes anzuschließen. Stotz dazu: "Die Aufhebung der Trennung zwischen den getrennten Synchrongebieten ist kein Selbstzweck sondern ein deutliches Zeichen für die Gemeinschaft in unserem Verband und in Europa."

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