Quo vadis KWK? - Die Kraft-Wärme-Kopplung zwischen Krise und Aufbruch

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Am 22. 11. 1999 hat die Bundesregierung sich verpflichtet, bis Mitte 2000 mittels einer gesetzlichen Regelung den Anteil der Stromerzeugung aus KWK zu sichern und innerhalb des nächsten Jahrzehnts eine Verdopplung des KWK-Ansatzes durch eine jährliche verstetigte Progression anzustreben, "wenn sich die KWK gemäß dem deutschen Klimaschutzziel der Energie als die geeigneteste Technologie erweist". Was ist seitdem geschehen? Zum einen wurde am 24.März vom Bundestag das "KWK-Gesetz" verabschiedet. Es zielt in erster Linie auf eine Vermeidung von "stranded investments" durch Stabilisierung der kommunalen Kraft-Wärme-Kopplung, beinhaltet darüber hinaus aber auch die Festlegung, dass bis Ende des Jahres ein KWK-Ausbaugesetz erarbeitet wird, mit dem eine Verdoppelung der KWK bis 2010 mittels "einer verstetigt progressiven markt- und EU-konformen Quote oder gleichermaßen wirksamer Instrumente angestrebt" werden soll. Die bisher noch im Raum stehende Frage, ob der Ausbau der KWK der klimapolitisch richtige Weg ist, muss damit also wohl als mit "ja" beantwortet gelten. Eine Reihe von speziell auf diese Fragestellung gerichteten aktuellen Studien bestätigen dies.


Auf dem KWK-Forum, das am 11. Mai 2000 in Berlin stattfindet, werden Wissenschaftler, die daran mitgewirkt haben, die Ergebnisse erläutern. Zudem werden Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums und der fünf Bundestagsfraktionen zu den daraus zu ziehenden politischen Konsequenzen Stellung nehmen und sich anschließend der offenen Diskussion stellen. Ziel der Veranstaltung ist, den teilnehmenden Unternehmensvertretern ein Höchstmaß an Transparenz zu verschaffen, wie es mit der KWK weitergehen wird. Den Politikern und Behördenvertretern soll Praxisresonanz für die anstehenden Entscheidungen geboten werden, welche Schritte für Gesetzgebung und Verwaltung notwendig sind. Eingeladen sind Führungskräfte und Entscheider aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Medien, Industrie/Gewerbe, Kommunen, Öffentlichen Einrichtungen, Versorgungsunternehmen sowie Unternehmen aus den Bereichen Planung, Herstellung und Finanzierung von energietechnischen Anlagen.


Weitere Informationen gibt es bei der Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke unter Fon: 030-79473670 oder per E-Mail: fg-bhkw@t-online.de.

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