Ertragsmotor Strom

Quartalsbericht: RWE steigert betriebliches Ergebnis um elf Prozent

Die Strategie der Fokussierung auf Multi-Utility scheint zu greifen: Im ersten Quartal dieses Jahres hat der Essener Energiekonzern RWE sein betriebliches Ergebnis um elf Prozent auf 1.317 Millionen Euro gesteigert. Der Ergebniszuwachs wurde zu einem großen Teil im Geschäftsfeld Strom (plus 50 Prozent) erzielt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Eckdaten des RWE-Konzerns im ersten Quartal zeigen, dass die Strategie der Fokussierung auf Multi-Utility greift: Die Konzentration auf die Kerngeschäfte ermöglicht ein stabiles Ertragswachstum, auch in konjunkturell instabilen Phasen. So konnte das betriebliche Ergebnis des Konzerns in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent auf 1.317 Millionen Euro gesteigert werden.

Im Kerngeschäft erzielte RWE ein Plus von 18 Prozent. Der Ergebniszuwachs wurde zu einem großen Teil im Geschäftsfeld Strom (plus 50 Prozent) erzielt. Maßgeblich hierfür waren nach Unternehmensangaben zum einen der niedrige Vorjahreswert, zum anderen Kostensenkungen und eine konsequent renditeorientierte Vertriebspolitik. Ergebnisverbesserungen erzielten auch die Geschäftsfelder Wasser (plus fünf Prozent) und Umweltdienstleistungen (plus 12 Prozent). Im Geschäftsfeld Gas (minus zehn Prozent) konnten Ergebnisbelastungen durch gesunkene Gas- und Ölpreise nur teilweise durch die Erstkonsolidierung von Thyssengas ausgeglichen werden. Dadurch stiegt das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) um knapp zehn Prozent auf 1.883 Millionen Euro. Das Nettoergebnis verbesserte sich um fast neun Prozent auf 693 Millionen Euro. Der Konzernumsatz lag im Berichtszeitraum mit 14,7 Milliarden Euro um fünf Prozent über dem des Vorjahrs.

Für das Geschäftsjahr 2002 erwartet RWE ein weiteres Wachstum im Kerngeschäft. Beim Konzernumsatz wird ein Anstieg in der Größenordnung von mindestens zehn Prozent erwartet.

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