Atomkraftwerk in Belene

Proteste vor RWE-Hauptversammlung wegen AKW-Bau

Vor Beginn der Hauptversammlung des Energiekonzerns RWE in Essen haben rund 70 Umweltaktivisten gegen das geplante Atomkraftwerk des Unternehmens im bulgarischen Belene, einem erdbebengefährdeten Gebiet, demonstriert. RWE will 1,5 Milliarden Euro in den Atommeiler investieren.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/red) - In Strahlenschutzanzüge gekleidete Personen versuchten, auf einem Trampolin ein Modell des Reaktors zu installieren. Kurz bevor es fertiggestellt war, begann der Boden zu schwingen - und das Atomkraftwerk brach zusammen.

Mit der Aktion wollten die Demonstranten nach eigenen Angaben gegen das Erdbebenrisiko in der bulgarischen Region hinweisen. Neben Mitgliedern von Umweltorganisationen beteiligten sich auch Vertreter der nordrhein-westfälischen Grünen an Protesten.

AKW-Bau droht zu scheitern

Der Bau des umstrittenen RWE-Atomkraftwerks steht laut Medienberichten auf der Kippe. Vor allem die Finanzierung des Meilers bereitet angeblich Probleme. So werden der bulgarischen Regierung Schwierigkeiten nachgesagt, einen Kredit aufzutreiben, um den Eigenanteil von 51 Prozent an dem Bau zu finanzieren.

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