Großkrotzenburg

Proteste gegen Kohlekraftwerk Staudinger vor Hessen-Landtag

Ein bundesweites Aktionsbündnis hat in Wiesbaden gegen die geplante Erweiterung des Großkrotzenburger Kohlekraftwerks Staudinger demonstriert. Die Umweltschützer stellten vor dem hessischen Landtag ein als Dinosaurier gestaltetes Kohlekraftwerk auf und ließen schwarze Luftballons als Symbol für CO2 in die Luft steigen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp-hes/sm) - Anlass der Demonstration war eine Diskussion der Spitzenkandidaten der hessischen Parteien im Landtagsgebäude sowie das kürzlich begonnene Raumordnungsverfahren zum geplanten Kohlekraftwerk.

E.ON plant den Ausbau des Kohlekraftwerks um einen weiteren Block. Die Ausbaugegner befürchten dadurch einen Anstieg der CO2-Emissionen von fünf auf neun Millionen Tonnen pro Jahr. Der Landtag hatte sich im April 2008 mit den Stimmen von SPD, Grünen und der Linken gegen eine Erweiterung des Kraftwerks ausgesprochen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Auspuff

    Abgasskandal: Bald unangemeldete Abgastests und CO2-Abgaben?

    Unangemeldete Abgastests und Strafabgaben für spritfressende Fahrzeuge – damit wollen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für mehr Umweltschutz sorgen. Gleichzeitig könnte mit der Umweltabgabe auch die E-Mobilität angekurbelt werden – so zumindest die Theorie.

  • Kohlebergbau

    Kohlekraftwerke erhalten doch eine Abwrackprämie

    Obwohl Wirtschaftsminister Gabriel einst sogar die Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke in Erwägung gezogen hatte, ist er von diesem Kurs wieder komplett abgekommen. Die Betreiber der Kohlemeiler werden sieben Jahre lang von den Stromkunden mit Milliarden Euro beim Kohleausstieg unterstützt.

  • Stromtarife

    EU-Klimabeschlüsse stoßen in Deutschland auf heftige Kritik

    Die EU-Klimabeschlüsse sind in Deutschland auf heftige Kritik gestoßen. Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn bezeichnete die Vereinbarung als "Kniefall vor der Industrie". Die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan warf Merkel Rückschritte in der Klimapolitik vor.

  • Stromtarife

    Greenpeace: Kritik an Elektro-Mini von BMW und Vattenfall

    BMW hat einen Elektro-Mini vorgestellt, den der Autobauer mit Strom des Energiekonzerns Vattenfall betreiben will. Laut Greenpeace sind die Elektro-Autos jedoch ähnlich klimaschädlich wie herkömmliche Modelle. Bei strombetrieben Fahrzeugen werde der CO2-Ausstoß lediglich "auf die Kraftwerke verlagert".

  • Energieversorung

    Protest gegen drei neue Kohlekraftwerke in Stade

    Umweltschützer haben am Samstag in Stade gegen den Bau von drei neuen Kohlekraftwerken demonstriert. Die Demonstration war Teil einer bundesweiten Protestaktion. Während seiner "Anti-Kohle-Tour" zieht das Aktionsbündnis einen Monat lang durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird.

Top