Proteste gegen Castor-Transporte kündigen sich an

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Widerstand sei wieder da, sagte Hartmut Liebemann von der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus". Auch zwei Jahre nach den letzten Demonstrationen, planen Atomkraftgegner im westfälischen Ahaus neue Aktionen gegen die Lagerung von Atommüll im örtlichen Brennelemente-Zwischenlager.


Die Aktion stehe im Zusammenhang mit den "Sonntagsspaziergängen", die seit mehr als sechs Jahren monatlich am Atommüll-Lager stattfinden. Der Widerstand habe seit den Protesten im März 1998 nicht nachgelassen, sagte der Kerntechniker, der in Ahaus als Berufsschullehrer arbeitet.


In einer eher unscheinbaren Lagerhalle in der Feldmark von Ahaus lagern bislang sechs große Castoren. Jeder dieser Behälter enthält zehn Tonnen hochradioaktives Schwermetall aus den Atomkraftwerken Gundremmingen und Neckarwestheim. 414 weitere Stellplätze seien nach Angaben von Michael Ziegler, Sprecher der Betreibergesellschaft, noch frei. In der Halle stehen zudem noch 305 kleinere Castor-Behälter mit radioaktiven Abfällen aus dem ehemaligen Atomkraftwerk Hamm-Uentrop.


Viele Atomkraftgegner hätten inzwischen ihre Transparente gegen die Castor-Transporte wieder ausgepackt. Die Argumente dagegen seinen noch genauso gültig wie im März 1998, sagte eine junge Mutter in der Fußgängerzone von Ahaus. Man wolle lachen und nicht strahlen.

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