Energetische Qualitäten steigern

proKlima auf der terra-bau: Beim Bauen auf Qualität setzen

Der enercity-Fonds proKlima will auf der diesjährigen terra-bau einen umfassenden Überblick zu klimaschonendem Bauen und Modernisieren geben. Interessenten können sich etwa darüber informieren, wie man beim Bauen sogar ganz auf ein herkömmliches Heizsystem verzichten kann. Weiterhin will proKlima auf die Entwicklung eines bundesweiten Gebäudeenergiepasses einwirken.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Welche Möglichkeiten Bauherren heutzutage haben, Klimaschutz und optimalen Wohnkomfort miteinander zu verbinden, will der enercity-Fonds proKlima uf der diesjährigen terra-bau zeigen. Neben einem umfassenden Überblick zu klimaschonendem Bauen und Modernisieren soll auch über Möglichkeiten der Förderung sowie über zukünftige Vorhaben informiert werden.

Effiziente Gas-Brennwert-Kessel fördert der enercity-Fonds auch in 2004 - doch ab diesem Jahr nur noch in Verbindung mit Qualitätssicherung. Denn es muss sichergestellt sein, dass die Heizungskomponenten richtig dimensioniert sind. Aus gutem Grund: "Nur so lassen sich die von den Herstellern versprochenen hohen Wirkungsgrade erreichen", verdeutlicht Manfred Görg, Leiter der Geschäftsstelle proKlima.

Ein Simulationsmodell auf dem proKlima-Stand zeigt, wie eine Heizungsanlage optimal funktionieren sollte. Wer beim Bauen sogar ganz auf ein herkömmliches Heizsystem verzichten möchte, erhält dort Informationen zum Passivhausstandard. Solche Passivhäuser benötigen im Schnitt nur zehn Prozent des üblichen Energieverbrauchs. Welche Basis-Elemente hierzu beitragen, veranschaulichen weitere Modelle. Diese innovative Gebäudetechnik lässt sich aber auch beim Modernisieren von Altbauten einsetzen, wie zwei von proKlima geförderte Pionierprojekte gezeigt haben.

In diesem Jahr will proKlima als Projektpartner der Deutschen Energie Agentur die Entwicklung eines bundesweiten Gebäudeenergiepasses vorantreiben. Dieser soll eine schnelle Orientierung über die energetische Qualität von Gebäuden und die zu erwartenden Heizkosten ermöglichen; er kann damit für potenzielle Mieter und Käufer gleichermaßen interessant sein. proKlima kann bei diesem Feldversuch aus mehrjährigen eigenen Erfahrungen schöpfen: Seit Ende der 90er-Jahre vergibt der Klimaschutz-Fonds den "Energiepass Region Hannover" - bis heute wurden hiervon rund 5000 Stück ausgestellt.

proKlima wird von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (proKlima-Fördergebiet) sowie den Stadtwerken Hannover finanziert. Der Klimaschutz-Fonds kann in 2004 wiederum auf ein Fondsvolumen von rund 5 Millionen Euro zurückgreifen. Die Stadtwerke Hannover zahlen knapp 80 Prozent dieser Summe ein. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach Gesichtspunkten der CO2-Effizienz, der absoluten CO2-Reduzierung, der Multiplikatorenwirkung und dem Innovationsgrad der Maßnahmen. Einen Schwerpunkt bilden Breitenförderprogramme für Heizenergie-Einsparung in Alt- und Neubauten.

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