Wüstenstrom

Projekt Desertec soll bis November Arbeit aufnehmen

Das Wüstenstromprojekt Desertec, eins der weltweit ehrgeizigsten Erneuerbare-Energien-Projekten, nimmt Formen an: "Wir werden im Oktober, spätestens im November mit Gründung der Desertec-Gesellschaft an den Start gehen", sagte René Umlauft von Siemens der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (afp/red) - Die Planungen seien weit fortgeschritten. In wöchentlichen Treffen würden die Mitglieder der Initiative derzeit an einer Geschäftsordnung und dem Gesellschaftervertrag arbeiten.

Siemens gehört zu den zwölf Gründungsmitgliedern der Initiative Desertec, die Solar- und Windenergie in den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens erzeugen will. Ziel ist, einen Teil der dort gewonnenen Energie auch nach Europa zu importieren.

Als wichtigste Entscheidung gelte in Kreisen des Konsortiums die Besetzung des Chefpostens, berichtete die Zeitung. Nach ihren Informationen ist der frühere Chef des UN-Umweltprogramms Klaus Töpfer Wunschkandidat mehrerer Mitglieder. Umlauft sagte lediglich, derzeit werde über die Besetzung und den Zuschnitt der Führungsposten gesprochen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieversorung

    Wüstenstrom wäre billiger als deutscher Sonnenstrom (Upd.)

    Wie bereits berichtet, könnte Europa mithilfe von Strom aus der Wüste fast seinen gesamten Strombedarf aus regenerativen Quellen decken. Doch diese Art der Stromerzeugung wäre laut einer aktuellen Studie auch noch rentabel: Trotz des langen Transportwegs wäre der Wüstenstrom immer noch deutlich billiger als "deutscher" Sonnenstrom.

  • Hochspannungsmasten

    Desertec-Planer sorgen sich um Subventionen

    Die Planer des Wüstenstromprojekts Desertec sorgen sich um die Subventionen für ihre Vorhaben. "Wenn wir keine Einspeisevergütungen oder Ähnliches bekommen können, ist unsere Kreativität gefordert", sagte Paul van Son, Geschäftsführer der Desertec Industrial Initiative (DII) GmbH am Montag am Rande einer Konferenz zu Erneuerbaren Energien.

  • Hochspannungsleitung

    Siemens-Chef Löscher setzt künftig auf Umwelttechnik

    Der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Peter Löscher, will den Konzern zum Umwelttechnologie-Giganten umbauen. Das Solarstrom-Projekt Desertec, an dem sich auch Siemens beteiligen will, hält Löscher für ein visionäres und sehr spannendes Projekt.

Top