Glück auf

Probebohrungen an Kohlelagerstätte Lübtheen

Die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft Mibrag plant bis Ende des Jahres vier weitere Probebohrungen in der Region um Lübtheen (Landkreis Ludwigslust) in Westmecklenburg. Nach Schätzungen des Unternehmens liegen dort rund eine Milliarde Tonnen so genannter schwefelarmer Diatomeenkohle.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd) - Aus Westmecklenburg wird vielleicht doch noch ein Kohlerevier. Wie NDR 1 Radio MV am Dienstag berichtete, plant die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft Mibrag bis Ende des Jahres vier weitere Probebohrungen in der Region um Lübtheen (Landkreis Ludwigslust). Nach Schätzungen des Unternehmens liegen dort rund eine Milliarde Tonnen so genannte Diatomeenkohle.

Die Menge reiche für 40 bis 50 Jahre, sagte Mibrag-Projektleiter Peter Jolas im NDR 1 Radio MV. Die Kohle sei schwefelarm und habe einen Heizwert, der für die Verstromung geeignet sei.

Mit einem Abbau kann dem Bericht zufolge frühestens nach 2020 begonnen werden. Bis dahin müsse vor allem geklärt werden, ob das Salzwasser in den Bodenschichten einen Abbau überhaupt möglich mache. Für die Mibrag sei der Braunkohlestandort Lübtheen langfristig wichtig, betonte Jolas. Die beiden großen Felder des Unternehmens in Sachsen-Anhalt würden bis 2035/2040 reichen. Die Mibrag besitzt das Bergrecht zur Erkundung der Lagerstätte.

Diese umfasst ein etwa 100 Quadratkilometer großes hufeisenförmiges Gebiet rund um Lübtheen. Auf dem Gelände befindet sich allerdings ein Truppenübungsplatz der Bundeswehr.

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