In Deutschland

Primärenergieverbrauch sank im ersten Quartal 2005

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland lag nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im ersten Quartal 2005 trotz kühlerer Temperaturen und eines gesamtwirtschaftlichen Wachstums mit knapp 135 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten um 1,5 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Besonders kräftig fiel der Rückgang des Mineralölverbrauchs aus, mit 41,4 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten unterschritt er die Vorjahresmenge um fast fünf Prozent. Die Entwicklung verlief bei den einzelnen Produkten unterschiedlich. Vor allem der Absatz von leichtem Heizöl ging - in erster Linie preisbedingt - kräftig zurück (fast neun Prozent), die Verbräuche von Kraftstoffen sanken ebenfalls (Ottokraftstoff um 6,5 und Dieselkraftstoff um gut fünf Prozent). Dagegen stieg der Absatz beim schweren Heizöl (zwei Prozent) und beim Rohbenzin (fast ein Prozent).

Der Erdgasverbrauch lag mit knapp 39,7 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten um 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Insbesondere die kühlere Witterung in den Monaten Februar und März trug zu diesem Anstieg bei. Der Verbrauch an Steinkohle wies mit 18 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten einen Rückgang um 2,8 Prozent auf. Ursächlich für diese Entwicklung war vor allem der gesunkene Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft.

Der Braunkohlenverbrauch blieb wegen der niedrigeren Lieferungen an die Kraftwerke mit 14,3 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten unter dem Vorjahreswert. Die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke ist daher auch insgesamt niedriger gewesen. Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke änderte sich kaum (plus 0,6 Prozent). Der Beitrag der Wasserkraftwerke nahm nur geringfügig zu während derjenige der Windkraftanlagen wiederum kräftig wuchs. Insgesamt erhöhte er sich um fast ein Fünftel.

Der Verbrauch von Sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger) nahm gegenüber gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um etwa 2,2 Prozent zu.

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