Informativ

Preiswert heizen im Neubau - Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch hat eine Studie der Hochschule Bremen veröffentlicht, die die Kosten diverser Wärmeerzeugungssysteme untersucht und vergleicht.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Wer ein Haus baut, sollte neben den einmaligen Anschaffungskosten unbedingt auch die wiederkehrenden Betriebskosten berücksichtigen. Das gilt besonders für die Wärmeversorgung. Die häufigsten Systeme, die im Neubau für die Heizung und die Warmwasserbereitung auf der Basis von Erdgas, Heizöl oder Strom zum Einsatz kommen, unterscheiden sich erheblich in den Anschaffungs- und Betriebskosten – nämlich bis zu 1600 Euro pro Jahr. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Vollkostenvergleiches der Hochschule Bremen, den jetzt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. veröffentlicht hat. Verglichen wurden dabei Wärmeerzeugungssysteme, die die neue Energieeinsparverordnung, EnEV, einhalten.

Die EnEV belohnt besonders effiziente Wärmeerzeugungssysteme, zum Beispiel die Gas-Brennwerttechnik, mit geringeren Anforderungen an die Dämmung. Umgekehrt fordert sie für Systeme mit schlechterem Primärenergieausnutzungsgrad, etwa Strom-Direktheizungen, zusätzliche Dämmmaßnahmen, was zu erheblichen Mehrkosten führen kann. Die Gas-Brennwerttechnik entwickelt sich zunehmend zum Standard-Heizungssystem im Neubau. Die Anforderungen der EnEV können in den meisten Fällen mit Gas-Brennwertgeräten in Kombination mit herkömmlicher Fensterlüftung und einer Wärmedämmung entsprechend der bisher gültigen Wärmeschutzverordnung von 1995 optimal erfüllt werden.

Die ASUE hat zu diesem Thema eine Broschüre mit dem Titel "EnEV-Checkliste für die Neubauplanung" veröffentlicht. Die 20 Seiten umfassende Publikation steht im PDF-Format unter www.asue.de (Rubrik "Neue Energieeinsparverordnung") zum Download zur Verfügung. Wer keinen Internetzugang hat, kann die Broschüre als Einzelexemplar kostenfrei bei der ASUE anfordern: ASUE, Postfach 25 47, 67613 Kaiserslautern, Telefon 0631-3609070, Fax: 3609071, E-Mail: asue@compuserve.com.

Das könnte Sie auch interessieren
Top