Modernisierungsstau

Preise für Elektrogeräte steigen

Deutsche Haushalte haben im vergangenen Jahr für durchschnittlich 232 Euro Elektrogeräte gekauft. Insgesamt wurden in Deutschland 6,3 Milliarden Euro für Elektro-Großgeräte und etwa 2,8 Milliarden Euro für Kleingeräte ausgegeben, wie der Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) am Mittwoch in Köln mitteilte.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp-nrw/sm) - Im Vergleich zum Vorjahr ging der Konsum um 1,4 Prozent zurück, wobei allerdings Produkte wie Kaffee- und Espressomaschinen, Entsafter sowie elektrische Zahnbürsten und Mundduschen deutlich stärker als im Vorjahr nachgefragt wurden.

Im Vorfeld der Fachmesse domotechnica, die vom 13. bis 16. Februar in Köln stattfindet, kündigt die Branche Preiserhöhungen an. Ursachen sind nach Angaben des BVT die gestiegenen Rohstoffpreise und die hohen Aufwendungen für die Altgeräteentsorgung. Vor allem durch die 2007 anstehende Mehrwertsteuer-Erhöhung erwartet der BVT 2006 vorgezogene Gerätekäufe. Der Verband rechnet deshalb mit einem Umsatzplus von etwa zwei Prozent.

BVT-Geschäftsführer Willy Fischel beklagte den erheblichen Modernisierungsstau in deutschen Haushalten: "Jede zweite Küche ist älter als zehn Jahre, jede Dritte sogar älter als 15 Jahre." In vielen Küchen ständen deshalb "elektrische Dinosaurier". Wer diese jetzt gegen neue Energiespargeräte austausche, schone die Umwelt und die Geldbörse. Nach Angaben von Fischel ist das Energielabel am Elektrogerät inzwischen schon fast so wichtig wie das Preisschild: "Der Konsument begreift, dass er das meiste Geld erst nach dem Kauf ausgibt, nämlich für den Strom- und Wasserverbrauch."

Top