Statistik

Preisauftrieb verlangsamt sich im April wieder

Der Verbraucherpreisindex in Deutschland erhöht sich im April 2005 voraussichtlich um 1,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Preise für Energie und Mineralölerzeugnisse stiegen gegenüber April 2004 überdurchschnittlich an. Bei Strom stiegen die Kosten zwischen 2,0 und 7,4 Prozent.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im April wieder leicht verlangsamt. Auf Jahressicht stiegen die Verbraucherpreise um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag auf Grundlage der Daten aus sechs Bundesländern mitteilte.

Im März hatte die Teuerungsrate 1,8 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat blieb der Verbraucherpreisindex unverändert. Volkswirte hatten für April einen Anstieg von 1,5 Prozent und auf Monatssicht einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet.

Wie die Wiesbadener Behörde weiter mitteilte, stiegen die Preise für Energie und Mineralölerzeugnisse gegenüber April 2004 überdurchschnittlich stark an. In den zur Schätzung herangezogenen sechs Bundesländern habe der Preisanstieg bei Strom zwischen 2,0 und 7,4 Prozent, bei Gas zwischen 5,4 und 10,6 Prozent, bei Heizöl zwischen 32,2 und 40,7 Prozent sowie bei Kraftstoffen zwischen 5,5 und 7,7 Prozent gelegen.

Dagegen seien die Preise für Pauschalreisen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,3 Prozent und gegenüber dem Vormonat saisonbedingt um 10,0 Prozent zurück gegangen, erklärten die Statistiker. Die endgültigen Ergebnisse für April 2005 werden etwa Mitte Mai vorliegen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • 500 Euro

    Preise für Benzin, Diesel und Heizöl sind wieder gesunken

    Sowohl Heizöl als auch Diesel und Benzin sind im Juni und Juli noch einmal günstiger geworden. Der Preisunterschied ist besonders hoch, wenn man die Kosten mit denen aus dem vergangenen Jahr vergleicht.

  • Finanzen

    Inflationsrate im Januar leicht gestiegen

    Die Inflationsrate bewegt sich auch zu Beginn dieses Jahres trotz leichten Anstiegs weiter auf einem niedrigen Niveau. Zwar sind die Preise für Dienstleistungen und Lebensmittel gestiegen, dafür gab es aber weitere Entlastungen beim Sprit und beim Heizöl.

  • Stromnetz Ausbau

    Verbraucherpreise verharren im März auf hohem Niveau

    Mineralölprodukte und alle anderen Energieträger wirken sich weiterhin preistreibend auf die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise in Deutschland aus. Die Preise für für Strom (plus 4,1 Prozent), Gas (plus 7,5 Prozent) und Zentralheizung, Fernwärme (plus 8,1) lagen im März 2005 deutlich höher als ein Jahr zuvor.

  • Hochspannungsleitung

    Verbraucherpreise steigen auch im März weiter

    Die Preise für Energie und Mineralölerzeugnisse bleiben weiterhin Preistreiber im Verbraucherbereich: Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte, erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im März 2005 um knapp zwei Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat.

  • Hochspannungsmasten

    Erzeugerpreise im Februar vor Rekordhoch

    Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Februar 2005 um 4,2 Prozent höher als im Februar 2004. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, war dies die höchste Jahresteuerungsrate der Erzeugerpreise seit Juni 2001. Hauptursächlich waren teure Energie und teurer Stahl.

Top